Dean Ambrose konnte wegen einer Armverletzung acht Monate nicht in den WWE-Ring steigen
Dean Ambrose konnte wegen einer Armverletzung acht Monate nicht in den WWE-Ring steigen © WWE 2018 All Rights Reserved

München - WWE-Topstar Dean Ambrose erlebte während seiner langen Verletzungspause einen Horror-Trip. Wegen einer tückischen Infektion wäre er "fast gestorben".

von Martin Hoffmann

Acht Monate lang musste WWE-Topstar Dean Ambrose wegen einer schweren Armverletzung auf Auftritte im Ring verzichten. Nun enthüllt er, dass das bei weitem nicht das größte Drama in seiner Abwesenheit war.

"Ich wäre fast gestorben", berichtet der 32-Jährige einen Monat nach seinem Comeback in einem Interview mit dem texanischen Portal The Monitor: Eine schwere Bakterien-Infektion hätte eine bittere Leidenszeit zur Folge gehabt - die Ambrose anschaulich beschreibt, auch in ihren unappetitlichen Details.

Dean Ambrose nennt unappetitliche Details

Ambrose, früherer WWE-Champion und Partner von Roman Reigns und Seth Rollins in der populären Gruppierung The Shield, hat nach eigenen Angaben "einen Albtraum nach dem anderen" erlebt, seit er sich im Dezember 2017 einen Trizepsriss am rechten Arm zuzog.

Der schlimmste der Albträume: eine Infektion mit MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus), mit besonders tückischen Bakterien, die gegen die meisten Antibiotika resistent sind.

MRSA-Infektionen kommen besonders häufig in Krankenhäusern vor, weshalb sie oft auch Patienten treffen, deren Immunsystem ohnehin schon angegriffen ist - weswegen sie gerade dann oft besonders gefährlich sind.

"Ich war für eine Woche im Krankenhaus, an einem Tropf angeschlossen", sagt Ambrose: "Ich war monatelang auf Antibiotika, die einen dazu bringen zu kotzen und in die Hose zu machen."

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Glücklich über WWE-Comeback

Nach einer ersten OP an seinem verletzten Arm habe es Komplikationen gegeben, berichtet Ambrose. Eine zweite Operation sei nötig gewesen, wie wenige Wochen später bei einer Nachuntersuchung festgestellt wurde.

Auch als er das Schlimmste überstanden hatte, hätte er auch um seine Karriere gebangt: "Mein Arm war so geschrumpft, aufs Skelett reduziert, es war beängstigend. Ich war an einem Punkt, an dem ich meine Frühstücksflocken nicht halten konnte. Jetzt wieder Gegner durch den Ring werfen zu können, ist da ein dankenswertes Gefühl."

Die schweren Komplikationen erklären im Nachhinein auch, warum Ambrose bei der Mega-Show WrestleMania im April nicht vor Ort war - obwohl es sonst üblich ist, dass auch verletzte Stars dort bei Fan- und Medien-Events mitmachen.

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Ambrose, Lebensgefährte der WWE-Kommentatorin und Interviewerin Renee Young, bestreitet am Sonntag sein größtes Match seit seinem Comeback: Bei Hell in a Cell 2018 trifft er zusammen mit Partner Seth Rollins auf die RAW-Tag-Team-Champions Dolph Ziggler und Drew McIntyre.