Donald Trump & Co.: Verrückte Promi-Auftritte bei WWE
Berühmter Auftritt 2007: Bobby Lashley (r.) und Donald Trump rasieren Vince McMahon die Haare © Getty Images
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München - Bobby Lashley war schon 2007 auf dem Weg zum Topstar bei WWE, nach einem großen Krach hinter den Kulissen kehrte er ihr aber lange den Rücken.

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Er hatte einen großen Auftritt als Vollstrecker von Donald Trump bei WrestleMania 23 im Jahr 2007.

Er bekam Titelgürtel, ein wichtiges Match gegen Superstar John Cena, er war dabei, selbst zu einem Superstar aufgebaut zu werden.

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Dennoch verließ Bobby Lashley WWE 2008 im Streit - und kehrte erst zehn Jahre später bei WrestleMania 34 für einen zweiten Anlauf zurück.

Was steckte dahinter?

Bobby Lashley war bei WWE frustriert über "die Bösen"

Die Umstände seines Abgangs waren mysteriös. Lashley sprach damals von "Menschen, die dich persönlich hassen und zerstören wollen" und davon, dass "die Bösen gewonnen haben".

Berichten zufolge hatte sich Lashley hinter den Kulissen mit diversen Verantwortlichen zerstritten, unter anderem wegen der Entlassung seiner damaligen Lebensgefährtin Kristal Marshall, die eine für sie geplante Story ablehnte: Marshall sollte als Femme Fatale an der Seite des damaligen Top-Bösewichts Edge eingesetzt werden und den damaligen General Manager Teddy Long verführen. Sie hat dies nach eigenen Angaben vor allem deshalb abgelehnt, weil Drehbuchautor Michael Hayes ankündigte, die Story werde "anzüglich".

Kristal Marshall und Bobby Lashley haben zwei gemeinsame Kinder
Kristal Marshall und Bobby Lashley haben zwei gemeinsame Kinder © Getty Images

Lashley und Marshall bestätigten später auch, dass Lashley mehrfach Krach mit dem mächtigen Hayes hatte. Angeblich hatte Hayes ihn auch rassistisch beleidigt. Lashley bestätigte das nie, Marshall allerdings machte in einem Interview 2009 recht klare Andeutungen, indem sie Hayes vorwarf: "Er mag Bobby nicht und niemanden, der wie er aussieht." Hayes ist als Chefproducer immer noch bei WWE aktiv.

Wrestler, MMA-Kämpfer, Smoothie-Unternehmer

Lashley ging andere Karriere-Wege: Der frühere Amateur-Ringer - Lashley hoffte 2004 auf eine Olympia-Teilnahme, verletzte sich aber, als er Zufallsopfer eines Banküberfalls wurde und musste seine Karriere beenden - ergriff einen neuen Hauptberuf als MMA-Kämpfer (17 Kämpfe, 15 Siege).

Nebenbei trat er beim kleineren WWE-Rivalen Impact an, wo er sich in den Augen vieler Kritiker noch einmal deutlich verbesserte.

Außerdem trieb er diverse Business-Projekte voran: einen Smoothie-Shop, Fitness-Studios, eine Management-Agentur für MMA-Fighter.

Vince McMahon ist ein Fürsprecher

2018 ließ Lashley dann seinen Impact-Vertrag auslaufen und kehrte zu WWE zurück. Der 110-Kilo-Mann war da schon über 40 und damit gewiss kein Star der Zukunft mehr.

Kurzfristig betrachtete die Liga Lashleys Rückkehr dennoch als Coup und inszenierte ihn entsprechend: Bei Extreme Rules 2018 bekam er ein großes Match gegen Roman Reigns und später einen neuen Schub als arroganter Bösewicht mit dem neuen Spitznamen "The Almighty" und dem agilen Plappermaul Lio Rush als Manager. Anfang 2019 gewann er den Intercontinental Title.

WWE-Boss Vince McMahon war früher ein großer Fürsprecher Lashleys und soll es weiterhin (oder wieder) sein.