WWE-Star Brian "Grandmaster Sexay" Christopher von Too Cool ist tot
WWE-Star Brian "Grandmaster Sexay" Christopher von Too Cool ist tot © WWE

Er war der Sohn von Jerry "The King" Lawler und als Teil von Too Cool selbst ein Kultstar. Nun ist Brian Christopher im Alter von 46 Jahren verstorben.

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Der frühere WWE-Wrestler Brian Christopher - als "Grandmaster Sexay" eine Hälfte des Kult-Duos Too Cool - ist tot.

Christopher, am 7. Juli wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet, erhängte sich am Sonntag in seiner Zelle im Hardeman-County-Gefängnis in Tennessee.

Christopher hieß eigentlich Brian Christopher Lawler, er war der Sohn des langjährigen WWE-Kommentators Jerry "The King" Lawler - selbst eine absolute Wrestling-Legende, aus deren Schatten Christopher nie ganz heraustreten konnte.

Jerry "The King" Lawler war einer der größten Wrestling-Stars Amerikas
Jerry "The King" Lawler war einer der größten Wrestling-Stars Amerikas © Getty Images

Too Cool wurde bei WWE zum Kult

Christopher debütierte im Jahr 1997 bei der früheren WWF, damals als Teil der frisch formierten Halbschwergewichts-Division der Liga. 1998 formte er ein Tag Team mit Scott Taylor, das ursprünglich Too Much hieß, seinen Durchbruch aber erst 1999 feierte, als es sich in Too Cool umbenannte.

Die Idee hinter dem Team: Christopher und Taylor agierten als zwei eher pseudo-coole Typen in überzeichneten Hip-Hopper-Outfits: Grandmaster Sexay und Scotty Too Hotty. Die Idee - mit denen die beiden eigentlich als Bösewichte konzipiert waren - entwickelte erfolgreiches Eigenleben.

Aus Too Cool - später ergänzt durch das spätere Hall-of-Fame-Mitglied Rikishi Phatu als drittes Mitglied - wurde eines der beliebtesten Duos der erfolgreichen "Attitude Era", ihre gemeinsamen Tanzeinlagen zum Kult.

Im Jahr 2001 jedoch wurde Christopher entlassen, nachdem er bei einer Grenzkontrolle mit Drogen im Gepäck erwischt wurde.

Kurioses Verhältnis zu Jerry Lawler

Christopher schrieb immer wieder derartige Negativschlagzeilen, litt unter Alkohol- und Drogenproblemen und wurde mehrfach wegen damit zusammenhängender Vergehen verhaftet.

Seine Skandale und sein nicht immer einfaches Verhältnis zu Vater Lawler wurden auch in seine Wrestling-Auftritte eingebaut. 2011 hatte er noch einmal einen Auftritt bei Jerry Lawlers Story-Fehde mit Kommentatoren-Kollege Michael Cole, in dem er sich gegen seinen Vater wandte - mit der Begründung, dass dieser sich nie richtig um ihn gekümmert hätte. Jerry Lawler hielt ihm derweil vor laufender Kamera vor, dass er "ein schlimmerer Versager als Charlie Sheen" wäre.

Kurios: Christopher trat auf Wunsch seines Vaters nicht mit dem Familiennamen Lawler an. Er sorgte sich ursprünglich darum, als alter Mann wahrgenommen zu werden, wenn sich sein erwachsener Sohn in der Öffentlichkeit präsentiert.

Wie der Wrestling Observer berichtet, wurde Brian Christopher noch so lange am Leben erhalten, dass Vater Jerry sich von ihm verabschieden konnte. WWE-Vorstand Paul Levesque (Triple H) sprach von einem "tragischen Verlust" und bekundete Lawlers Familie sein Beileid.

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