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München - Parallel zur Ankündigung seines Kampfs mit Manny Pacquiao rechnet Conor McGregor mit UFC-Boss Dana White ab - und veröffentlicht private Chatverläufe.

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Kampfsport-Superstar Conor McGregor steht vor einer spektakulären Rückkehr in den Box-Ring - mit dem Hauptarbeitgeber ist derweil ein heftiger öffentlicher Streit ausgebrochen.

Parallel zu der Ankündigung des Kampfs mit Floyd Mayweathers altem Rivalen Manny Pacquiao hat der Ire eine Reihe private Chatverläufe veröffentlicht, in denen er sich mit UFC-Boss Dana White ausgetauscht hatte.

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Es geht um Instagram-Nachrichten, in denen die beiden über McGregors nächsten Kampf verhandelten. McGregor wollte damit belegen, dass White Gespräche falsch dargestellt hätte. White reagierte - wenig überraschend - sehr verärgert.

Conor McGregor zu Dana White: "Hör auf zu lügen!"

"Jeder weiß, dass es der Männer-Ehre widerspricht, auch die Ladys. So etwas tut man nicht", sagte White auf der Pressekonferenz nach der Kampfshow UFC 253 am Wochenende in Abu Dhabi.

Warum auch immer White davon ausgeht, dass für Frauen weniger verständlich sein könnte, dass die Veröffentlichung privater Nachrichten ein unfreundlicher Akt ist: McGregor reagierte unbeeindruckt.

"Die Ehre wurde gebrochen, als du gelogen und behauptet hast, dass ich Kämpfe abgelehnt hätte, Kumpel", twitterte McGregor. Zudem widersprach er Whites Behauptung, über den Pacquiao-Kampf nicht im Bilde zu sein: "Die anwaltlichen Briefe liegen hier. Hör auf zu lügen!"

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McGregor legte Plan für Rückmatch gegen Khabib vor

Der Hintergrund des Streits: Nach seinem jüngsten Octagon-Comeback mit einem Sieg über "Cowboy" Donald Cerrone bei UFC 243 im Januar konnte der "Notorious One" sich mit White auf keinen weiteren Fight einigen. Im Juni verkündete McGregor darauf trotz eines laufenden Vertrags - zum wiederholten Mal - seinen Rücktritt aus dem MMA-Gewerbe an.

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McGregor und White gaben sich an dem Zerwürfnis gegenseitig die Schuld. Nun offenbaren die geleakten Chats den Lauf der Dinge.

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Im Februar - bevor die Corona-Pandemie zuschlug - unterbreitete McGregor White den Vorschlag: "Ein Kampf in L.A. Ende Mai. Ich und Diego in Dublin im August. Rückkampf des Jahres Ende des Jahres. Boom."

Mit Diego ist der Liga-Veteran Diego Sanchez gemeint, der "Rückkampf des Jahres" sollte die Neuauflage des von McGregor verlorenen Skandal-Fights gegen Leichtgewichts-Champion Khabib Nurmagomedov sein.

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Justin Gaethje bekommt bei UFC 254 seine Chance

White schlug zunächst den Kampf gegen Sanchez in den Wind ("Bro. Wenn wir den Kampf machen, sollte man uns die Promoter-Lizenz aberkennen"), dann teilte er McGregor mit, dass er ihm frühestens am 11. Juli einen Fight anbieten könnte - ein Kampf im Mai wäre nicht lohnenswert, weil da nur Kampfabende in "kleinen Märkten" gebucht seien.

Auf die Aufforderung, umzuplanen und im Mai einen Event in Los Angeles oder einer anderen Metropole anzusetzen - unter anderem brachte er noch Justin Gaethje als möglichen Gegner ins Spiel -, ging White nicht ein, der Chat endete ergebnislos.

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Gaethje wird nun anstelle von McGregor der nächste Khabib-Gegner sein, die beiden werden bei UFC 254 am 25. Oktober auf "Fight Island" in Abu Dhabi aufeinandertreffen. Er verdiente sich die Gelegenheit durch einen Sieg über Tony Ferguson bei UFC 249 im Mai in Brooklyn. Damals sollte Ferguson eigentlich Khabib herausfordern, der aber sagte wegen der Corona-Lage ab, die UFC änderte die Planungen.

White warf McGregor später vor, dass auch McGregor hätte einspringen können, sich aber geweigert hätte, weil er "kein Ersatzkämpfer" sei.

Corona verkompliziert die Lage

McGregor und sein Boss liegen nicht zum ersten Mal über Kreuz, immer wieder gab es Krach wegen Uneinigkeiten über Kampfansetzungen und vor allem wegen des Geldes.

Der Dauerkonflikt wurde durch die Corona-Krise weiter verkompliziert. Die allgemeine Deutung ist, dass White kein Interesse hat, McGregor zurückzubringen, ehe er wieder große Arenas füllen kann und damit auch die Vor-Ort-Einnahmen abstauben kann. Darauf bezieht sich auch McGregor in einem weiteren Tweet, in dem er erklärt: "Als Covid kam und die Rede davon war, dass ich auf die Rückkehr des Publikums warten sollte, habe ich die Situation hinter mir gelassen."

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McGregors Rücktritt wurde allerdings kaum ernst genommen, zumal er sich auch nicht aus dem verpflichtenden Anti-Doping-Programm der Liga zurückzog - ein Schritt, der sein Comeback verzögern würde, weil er dann erst in den Testpool der Anti-Doping-Agentur USADA zurückkehren müsste und Zeit verlieren würde.

Inzwischen hat das McGregor-Lager auch deutlich gemacht, dass es nach dem Kampf gegen Pacquiao zurück zur UFC gehen soll. Weitere Streitigkeiten sind vorprogrammiert - aber trotz allem wohl kein endgültiger Bruch: Zugpferd McGregor ist für die UFC schlicht zu wertvoll.