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München - Der Kampf zwischen Mike Tyson und Roy Jones Jr. lockte allein in den USA Millionen Käufer an. Auch YouTuber Jake Paul war ein Erfolgs-Faktor.

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Mike Tyson lockt immer noch die Massen - und wie!

Ersten Schätzungen zufolge hat der sportlich umstrittene Comeback-Kampf des früheren Schwergewichts-Weltmeisters gegen Roy Jones Jr. in den USA weit über eine Millionen zahlende Käufer bewogen, eine stattliche Summe für den Fight zu bezahlen.

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Mike Tyson - Roy Jones Jr. lockt Millionen Käufer

Wie der bekannte US-Journalist Dan Rafael - jahrelang Box-Experte bei ESPN - berichtet, dass wohl um die 1,2 Millionen US-Zuschauer den Pay Per View bestellt hätten, via Fernseher oder im Netz über die Plattform Fite. Er kostete dort 49,99 Dollar, umgerechnet knapp über 40 Euro.

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Die endgültige Zahl könnte sogar noch höher liegen, denn noch nicht eingerechnet sind die Käufe über die frisch gestartete, kostenpflichtige Social-Media-Plattform Triller, wo der Kampf ebenfalls massiv als Promo-Objekt beworben worden war.

Die Zahlen kommen nicht ganz überraschend, denn schon die Zahl der Suchanfragen nach dem Kampf waren überwältigend. Die Daten des Anbieters Google lassen darauf schließen, dass der Kampf ein ähnlich hohes Suchvolumen wie der Mega-Fight zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor 2017 hatte, der letztlich 4,4 Millionen Käufer in den USA zog. Rafaels mit allen Kampfsportarten vertrauter Kollege Dave Meltzer berichtete in seinem Wrestling Observer Radio von 12 Millionen Suchanfragen für den Tyson-Kampf - plus 5 Millionen für den Vorkampf zwischen dem in den USA sehr prominenten YouTuber Jake Paul und Ex-NBA-Spieler Nate Robinson.

Die Google-Statistiken gelten als guter Indikator für den kommerziellen Erfolg von Kampfsport-Ereignissen.

"Iron Mike" überflügelt Tyson Fury und Deontay Wilder

Es sieht so aus, als ob Tyson - Jones der in den USA erfolgreichste Kampfsport-Event des Jahres sein wird, vor dem MMA-Event UFC 251. Die vom Kampf zwischen Weltergewichtsmeister Kamaru Usman und Jorge Masvidal geheadlinete Show sorgte 1,3 Millionen Pay-Per-View-Käufe.

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Im Boxen - das in den USA zuletzt in Sachen Popularität hinter die UFC zurückgefallen ist - ist der Jones-Tyson-Kampf bereits die ungeschlagene Nummer eins in der Jahres-Hitliste. Der bisherige Spitzenreiter war der WM-Fight zwischen Deontay Wilder und Tyson Fury, der in den USA noch nicht so bekannt ist wie in Europa. Der Kampf hatte eine "Buyrate" von 850.000.

Der letzte große Kampf von Anthony Joshua, der Rückkampf gegen Andy Ruiz, sorgte für 1,6 Millionen Käufe, weltweit allerdings - ein ähnliches Level wie viele frühere Tyson-Fights. Der zugkräftigste war der gegen Lennox Lewis 2002 (2,72 Millionen), knapp vor dem berühmten Ohrbiss-Duell mit Evander Holyfield 1997 (2,67 Millionen).

Auch YouTuber Jake Paul ein Faktor

Dank der Neugier, was mit nun 54 Jahren noch in Tyson steckt, kann sich nun also unter anderem Mike Weber, Chef von Fite, auf einen Geldregen freuen.

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Weber weist allerdings, darauf hin, dass es noch andere Faktoren gab: "Ein anderer Grund für die hohen Verkaufszahlen ist Jake Paul. Ich glaube, Mike Tyson ist für 40-50 Prozent der Kunden verantwortlich. Jake brachte 40 Prozent und auch Snoop Dogg hatte einen erheblichen Einfluss."

Der Rapstar unterhielt die Zuschauer bei dem Kampf als Kommentator, Paul kokettiert nach seinem Sieg über Robinson nun mit einem Kampf gegen Conor McGregor.

Auch Tyson - der seine Zehn-Millionen-Dollar-Gage für wohltätige Zwecke spendete - plant weitere Legendenkämpfe. Seine Geschäftspartner wird es freuen.