Der Deutsche Boxsport-Verband  hat nach Bekanntwerden der vielen Coronafälle in seiner Olympiamannschaft erste Maßnahmen ergriffen
Der Deutsche Boxsport-Verband hat nach Bekanntwerden der vielen Coronafälle in seiner Olympiamannschaft erste Maßnahmen ergriffen © Getty Images
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Nach dem Bekanntwerden der vielen Coronafälle in der Box-Olympiamannschaft ergreift der Deutsche Boxsport-Verband erste Maßnahmen.

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Der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) hat nach Bekanntwerden der vielen Coronafälle in seiner Olympiamannschaft erste Maßnahmen ergriffen.

Das für Ende September geplante Trainingslager in Schwerin wurde abgesagt, der Cologne Boxing World Cup in Köln soll statt im Oktober erst im Dezember stattfinden. Zudem werde nach Abschluss aller Untersuchungen eine Dokumentation erstellt.

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Großteil der 25-köpfigen Box-Olympiamannschaft infiziert

"Mit großer Bestürzung und Sorge mussten wir von der Erkrankung durch das Coronavirus der Mannschaft im Trainingslager in Österreich erfahren", erklärte DBV-Präsident Erich Dreke. Seitens der DBV-Verantwortlichen sei "alles erdenklich Mögliche getan" worden, um die Gesundheit der Athleten zu schützen. Das Wohlergehen der Sportler und Betreuer habe "höchste Priorität".

Das Präsidium wies auch Vorwürfe zurück, wonach es sich bei der Auswahl des Trainingslagers in Längenfeld/Tirol um ein unverantwortliches Vorgehen gehandelt habe. "Alle Teilnehmer haben sich vor der Anreise je zwei Corona-Tests unterzogen, die alle negativ waren", hieß es. Vor der Anreise und auch während des Lehrgangs habe es keinen amtlich aktiv Infizierten in der Gemeinde Längenfeld gegeben.

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Am Wochenende war bekannt geworden, dass sich ein Großteil der 25-köpfigen Box-Olympiamannschaft des DBV in Längenfeld infiziert hatte. Genaue Zahlen wollte der DBV aus Gründen des Datenschutzes nicht nennen. In demselben Hotel hatte sich Fußball-Bundesligist Schalke 04 aufgehalten und ebenfalls einen infizierten Spieler vermeldet.

Die Boxer waren eine der ersten olympischen Sportarten, die mit einer kompletten Mannschaft wieder ins Ausland gereist sind. "Obwohl wir höchstmögliche Sicherheitsvorkehrungen während des Aufenthaltes in dem Hotel getroffen haben, bleibt ein Restrisiko, welches allen Betreuern und Athletinnen und Athleten bewusst ist, dass man dieses nicht völlig ausschließen kann", sagte DBV-Geschäftsführer Michael Müller.