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München - Mike Tyson feiert am 28. November sein Comeback gegen Roy Jones Jr. Der Kampf der beiden Legenden läuft unter besonderen Bedingungen. Hier alle Infos.

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Was kann Mike Tyson noch im Boxring? Zwei Monate später als ursprünglich geplant will er mit seinem heiß erwarteten Comeback die Antwort geben.

Medizinische Tests bei Tyson und Jones notwendig

Die veranstaltende California State Athletic Commission (CSAC) hatte den Schaukampf des 54-Jährigen gegen Legende Roy Jones Jr. (51) vom 12. September auf den 28. November verschoben, ein Grund sollen die medizinischen Tests und Corona-Vorschriften gewesen sein, die vor dem Fight im Dignity Health Sports Park in der Stadt Carson durchgeführt und eingehalten werden müssen. Für Boxer über 40 Jahren sind gesonderte medizinische Untersuchungen vorgeschrieben.

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Tyson hob aber auch hervor, dass auch die Hoffnung auf mehr Zuschauer zu einem späteren Zeitpunkt der Pandemie eine Rolle spielte: "Der neue Termin wird es mehr Menschen ermöglichen, das größte Comeback der Boxgeschichte zu sehen."

Der Fight ist ausdrücklich als "Exhibition", als Showvorführung ausgeschrieben, zur Verringerung der Verletzungsgefahr treten Tyson und Jones mit größeren und stärker gepolsterten Handschuhen an, der Ringrichter ist angehalten, den Kampf zu stoppen, wenn er "die Grenzen einer kompetitiven Box-Vorführung überschreitet".

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Der Kampf zwischen den ehemaligen Weltmeistern soll über acht Runden gehen und auf der Social-Media-Plattform Triller übertragen werden. Wie das US-Onlineportal TMZ berichtet, treten vor und nach dem Kampf Topmusiker wie Pitpull, The Weeknd oder Lil Wayne auf.

Zudem werden die beiden Kontrahenten bei ihrer Vorbereitung jeweils von Kamerateams begleitet, im Nachgang soll aus dem gesammelten Material eine zehnteilige Doku entstehen. 

Tyson seit 2005 nicht mehr im Ring

Tyson bestritt seinen bislang letzten Kampf am 11. Juni 2005, nach krachenden K.o.-Niederlagen gegen die No-Names Danny Williams und Kevin McBride erklärte er damals seinen Rücktritt.

Mit zahlreichen Trainingsvideos hatte der US-Amerikaner Gerüchte um eine Rückkehr in den Ring befeuert, unter anderem war über einen Showkampf gegen seinen ewigen Rivalen Evander Holyfield spekuliert worden. Auch mit einem handgreiflichen Auftritt bei der Wrestling-Liga AEW hielt er sich im Gespräch - ein Fight gegen WWE-Legende Chris Jericho könnte sein nächstes Projekt sein.

Roy Jones Jr. war Weltmeister bedeutender Verbände in vier Gewichtsklassen
Roy Jones Jr. war Weltmeister bedeutender Verbände in vier Gewichtsklassen © Imago

Vorher geht es gegen Jones, einen der erfolgreichsten Boxer der vergangenen Jahrzehnte: Jones hielt anerkannte Weltmeister-Titel in vier verschiedenen Gewichtsklassen (Mittelgewicht, Supermittelgewicht, Halbschwergewicht, Schwergewicht) und galt auf seinem Karriere-Höhepunkt in den Neunzigern, Anfang der 2000er Jahre als bester Kämpfer der Welt im Pound-for-Pound-Vergleich aller Klassen.

Jones gewann zwischen 1989 und 2018 66 seiner 75 Profi-Kämpfe (47 durch K.o.), Tyson gewann 50 seiner 58 Fights, 44 davon vorzeitig. Vor seiner endgültigen Entzauberung durch Williams und McBride war Tyson von James "Buster" Douglas, Erzrivale Evander Holyfield und Lennox Lewis bezwungen worden.