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München - Tyson Fury muss sich Vertuschungsvorwürfen wegen eines auffälligen Dopingtests aus dem Jahr 2015 stellen. Bei einer Verurteilung drohen ihm acht Jahre Sperre.

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Es wird nicht ruhig um Tyson Fury.

Während er vor kurzem mit seinem beeindruckenden Sieg über Deontay Wilder für positive Schlagzeilen gesorgt hatte, macht er nun wieder seinem Ruf als Skandalnudel alle Ehre.

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Martin Carefoot, ein Bauer aus Lancashire, hat der Mail on Sunday ein Interview gegeben, in dem er behauptet, dass ihm 2015 von Tyson Fury 25.000 Pfund angeboten wurden, um einen damals auffälligen Dopingtest mit verdorbenen Fleisch zu erklären.

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Laut seinen Aussagen, sollte er angeben, dem Boxer Fleisch von einem unkastrierten Wildschein geliefert zu haben, womit das positive Dopingergebnis auf Steroid-Nandrolon zu erklären sei.

2017 zu zwei Jahren Sperre verurteilt

Neben Fury wurde damals auch sein Cousin Hughie positiv getestet. 2017 akzeptierten beide eine zweijährige Sperre, die allerdings auf 2015 zurückdatiert wurde und damit zu diesem Zeitpunkt als verbüßt galt.

Sollte sich der Vorwurf der Vertuschung bestätigen, droht dem WBC-Weltmeister im Schwergewicht jetzt eine Sperre von acht Jahren. Nun liegt es an der britischen Anti-Doping-Behörde UKAD, diese Vorwürfe zu untersuchen.

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WBC-Chef Mauricio Sulaiman meldete sich bereits zu Wort und nahm Fury in Schutz: "Persönlich ziehe ich es vor, eher Tyson Fury zu glauben, als jemandem, der bereits zugegeben hat, dass er in legalen Dokumenten zu seinem finanziellen Vorteil gelogen hat", sagte er in der SunSport.

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Auch das Fury-Lager geht mit den Vorwürfen gelassen um. "Der Farmer, der diese ungeheuerlichen Anschuldigungen erhob, schickte mir im Oktober letzten Jahres einen Brief voller Fehler, in dem er mir im Grunde sagte, er habe einen Meineid begangen, indem er unter Eid gelogen habe", sagte Fury-Promoter Frank Warren und fügte hinzu: "Als ich ihn anrief, bat er um Geld. Ich sagte ihm, er solle verschwinden und sich mit der UKAD in Verbindung setzen. Er beschloss, nicht mit der UKAD zu sprechen, sondern mit einer Zeitung."