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Deontay Wilder gibt seinem extravaganten Outfit eine Mitschuld an der Niederlage gegen Tyson Fury. Wegen seinem Kostüm habe er früh in den "Überlebens-Modus" gehen müssen.

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Deontay Wilder hat seinem extravaganten Ring-Kostüm eine Mitschuld an der Niederlage gegen Tyson Fury gegeben.

Der Amerikaner hatte in der Nacht auf Sonntag erstmals in seiner Karriere einen Kampf verloren, zum Ring kam er in einer schwarzen Kampfmontur mit Maske und einer großen Krone.

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"Es gab viele Dinge, die falsch liefen in den Minuten vor dem Fight, aber ich trage die volle Verantwortung", sagte Wilder ESPN. "Ich habe einen gewaltigen Preis gezahlt, meine Beine waren wegen der Uniform in keinem guten Zustand. Meine Uniform war viel zu schwer, sie wog mehr als 40 Pfund (ca. 18 Kilogramm, Anm. d. Red.). Ich hatte sie zehn oder 15 Minuten vor dem Walk-In an und bevor wir den Helm angelegt haben."

Das sei ein zusätzliches Gewicht gewesen. "Dann der Gang zum Ring und die Stufen hoch. Das war wie ein richtiges Workout für meine Beine. Als ich das Kostüm abgelegt habe, wusste ich sofort, dass die Voraussetzungen sich geändert haben."

Experte kritisiert Wilders Outfit

Das Design seiner Uniform war wegen das Black History Month in den USA komplett in Schwarz gehalten, Wilder hatte den Designern freie Wahl gelassen. "In der dritten Runde hatte ich keine Beine mehr, ich war komplett fertig. Meine Beine waren verschwunden, ich musste früh in den Überlebens-Modus gehen. Aber ihr kennt mich, ich hebe mein Schild. Ich bin ein Kämpfer."

Auch Furys Co-Promoter Bob Arum, ein angesehener Chairman, war über das Outfit von Wilder verwundert. "Ich weiß nicht, ob die Beine unter der Performance gelitten haben, aber er musste sehr nachlässig sein, als er mit dieser Kopfbedeckung kam. Sie schnürte seinen Sauerstoff ab und ich bin sicher, dass das eine Wirkung hatte. Trainer Gruden (der anwesende NFL-Headcoach Jon Gruden von den Las Vegas Raiders) meinte: 'Was ist das, ist er verrückt?' Und die Maske hatte er nicht nur für zwei Sekunden an, das war ein langer Gang zum Ring."

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Fury hatte Wilder in der dritten Runde hart getroffen, Wilder blutete anschließend aus dem Ohr. In der siebten Runde gewann der "Gypsy King" nach technischem K.o.

Wilder bestätigt Rematch gegen Joshua

Wilder gab derweil an, dass er definitiv die Klausel ziehen werde, einen dritten Kampf gegen Fury zu bestreiten. "Wir werden sie definitiv ziehen. Wir freuen uns darauf. Ich bin ein Kämpfer und wahrer Champion und ich werde den ganzen Weg dafür kämpfen. Wir gehen definitiv darauf, das ist sicher. Irgendwann im Sommer."

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Beide Kämpfer hatten sich ein Rematch zusichern lassen, unabhängig vom Ausgang des Kampfes am Wochenende. Auch wegen der TV-Verträge müssen Wilder und Fury erneut aufeinander treffen.

Der erste Kampf zwischen den beiden war im Dezember 2018 mit einem umstrittenen Unentschieden geendet. Fury wird auch mit einem Kampf gegen seinen englischen Landsmann Anthony Joshua in Verbindung gebracht.

Nächster Fury-Kampf in Saudi-Arabien?

Dessen Promoter gab derweil an, dass das Match zwischen den beiden Briten definitiv kommen wird. Da Wilder nun die Rematch-Klausel ziehen will, dürfte der Mega-Fight aber verschoben werden. Joshua steht wohl bei einer Pflicht-Verteidigung gegen Kubrat Pulev das nächste Mal im Ring, der Kampf soll im Tottenham Hotspur Stadium am 20. Juni steigen.

Wie die englische Daily Mail berichtet, könnte entweder das Rematch zwischen Wilder und Fury oder Furys Kampf gegen Joshua in Saudi-Arabien stattfinden.

Vier Mitglieder der saudischen Königsfamilie sollen am Wochenende in Las Vegas gewesen sein und sich Wilder vs. Fury II angesehen haben. Fury hatte bereits im vergangenen Herbst einen Auftritt in Saudi-Arabien, damals gab er ein Gastspiel als Wrestler für Marktführer WWE. Joshua trat ebenfalls in Saudi-Arabien gegen Andy Ruiz an (7. Dezember 2019).