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München - Der Sauerland-Stall will bald wieder einen deutschen Weltmeister stellen. Abass Baraou und Leon Bunn - heute bei SPORT1 im Einsatz - sind heiße Kandidaten.

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Heute auf der Box-Gala in Koblenz - und bald auf dem Weltmeister-Thron?

Es ist das erklärte Ziel des Sauerland-Boxstalls, bald wieder einen deutschen Champion zu stellen, womöglich schon im Jahr 2019. Und an diesem Abend sind zwei Hoffnungsträger im Einsatz, die das Zeug dazu haben, diesem Anspruch gerecht zu werden.

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(Boxen: Die Gala in Koblenz mit Abass Baraou und Leon Bunn ab 21 Uhr LIVE im TV und im LIVESTREAM auf SPORT1)

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Da ist das 24 Jahre alte Top-Talent Abass Baraou (vier Kämpfe, vier Siege, zwei Knockouts), das gegen den früheren Halbmittelgewichts-Weltmeister Carlos Molina den nächsten Schritt gehen will - der WBC-International Titel steht als Zusatzanreiz auf dem Spiel. Und da ist das in zwölf Fights ebenfalls unbesiegte Halbschwergewicht Leon Bunn, 26, der es mit dem Ukrainer Viktor Polyakov zu tun bekommt.

Trainer-Legende Ulli Wegner ist sicher, beide zu Titelträgern formen zu können - so wie es ihm schon mit Sven Ottke, Markus Beyer, Arthur Abraham, Yoan Pablo Hernandez und Marco Huck gelungen ist.

Ulli Wegner fordert "Ausrufezeichen" von Leon Bunn

"Ich hatte selten einen so talentierten Boxer wie Abass unter meinen Fittichen", sagte der 76 Jahre alte Kult-Coach im Vorfeld der Kampfnacht. Baraou habe "alle Möglichkeiten, der nächste Weltmeister im Team Sauerland zu werden".

Auch Bunn lobte Wegner als "unglaublich zuverlässig und fleißig", er werde "seinen Weg gehen", forderte zugleich aber auch, er müsse "gegen Polyakov ein klares Ausrufezeichen setzen". Es muss auch Bunns Anspruch sein gegen den 37 Jahre alten Routinier (19 Kämpfe, 13 Siege).

Im Gespräch mit SPORT1 zeigt Bunn sich motiviert, diesem Anspruch gerecht zu werden - und seinem großen Ziel näher zu kommen.

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Leon Bunn fühlt sich gerüstet für baldigen WM-Fight

"Ich möchte Weltmeister werden und alle Leute schlagen, die es zu schlagen gibt in meiner Gewichtsklasse", sagt Bunn. Der gebürtige Frankfurter hofft, "dass jetzt bald ein Titelkampf kommt, was Größeres kommt und es langsam immer ernster wird."

Auf einen Zeitplan oder einen Wunschgegner möchte Bunn sich dabei nicht festlegen. Er denke "von Kampf zu Kampf" und vertraue seinem Management. Im Fall des Falls fühlt er sich aber auch für einen baldigen WM-Fight gerüstet: Sollte der Sauerland-Stall schon in diesem Jahr "einen Weltmeisterschaftskampf klarmachen, würde ich mich natürlich sehr freuen".

"Klarer Plan"

Bunn, 2015 Deutscher Meister, ist seit Ende 2016 Profi und wird seitdem konsequent an die Weltspitze herangeführt. Sein Weg führte auch über diverse Kämpfe im Ausland, in Dänemark, Bulgarien, Kroatien und Norwegen, er sollte sich frühzeitig daran gewöhnen, auch außerhalb des gewohnten Umfelds seine Leistungen zu bringen. "Um diese Erfahrung bin ich froh", sagt Bunn.

Generell sieht er sich bei den Sauerlands und Wegner in besten Händen. Sie hätten einen "klaren Plan", ihn in Richtung WM-Titel zu führen.

Bunn muss ihn nun nur noch umsetzen.