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Bei der Box-Gala in Karlsruhe zeigt Vincent Feigenbutz gegen Przemyslaw Opalach sein ganzes Können - und will noch viel mehr. Ahmad Ali siegt gegen Denis Krieger.

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Zum Abschluss der Box-Gala in Karlsruhe kam es zur großen "Battle of Karlsruhe". Vincent Feigenbutz kämpfte in seiner Heimat gegen Przemyslaw Opalach um den GBU-Titel im Supermittelgewicht. Am Ende dominierte der Lokalmatador den Kampf und siegte nach technischem K.o. in Runde fünf.

Beide Boxer starteten etwas verhalten in den Kampf und tasteten sich erst langsam aneinander heran. Aber spätestens ab Runde drei übernahm Feigenbutz das Kommando. Er zeigte eine gute Beinarbeit und traff den Polen mit vielen schnellen Treffern.

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Bereits in Runde vier war das Gesicht von Opalach schon stark gezeichnet. Dazu kam ein Aufwärtshaken des Lokalmatadors, der sichtbar Wirkung bei Opalach zeigte. SPORT1-Expertin Regina Halmich kündigte da schon an, dass der Kampf nicht mehr lange geht.

Abbruch in Runde fünf

Die ehemalige Weltklasse-Boxerin sollte dann auch Recht behalten. In Runde fünf sah Feigenbutz seine Chance und nutzte die Schwächephase seines Gegners, der zunehmend in Bedrängnis kam. Dem Ringrichter blieb keine andere Wahl mehr, als gegen Ende der fünften Runde die Reißlinie zu ziehen und den Kampf abzubrechen.

Damit holt sich Feigenbutz seinen 30. Sieg und feiert ein kleines Jubiläum. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Feigenbutz nach dem Kampf. "Wir haben alles umgesetzt. Ich habe gut trainiert. Wir haben unseren Plan durchgesetzt und es hat funktioniert."

Hohe Ziele

Auch für seine Zukunft hat der Karlsruher ambitionierte Ziele. "Wir kämpfen gegen jeden, wir wollen höher hinaus und international kämpfen." Ein möglicher Gegner würde ihm auch schon vorschweben. Gegen niemand Geringeren als Canelo Alvarez, den amtierenden Weltmeister der IBO, WBA und WBC im Mittelgewicht, würde er gern in den Ring steigen.

Ali gewinnt Duell um GBU-Titel

Im Titelkampf der GBU im Halbmittelgewicht setzte sich Ahmad Ali gegen Denis Krieger einstimmig nach Punkten durch. Am Ende sahen ihn die drei Ringrichter mit 119:109, 120:108 und 117:111 klar vorne.

Ali hatte nach seinem Wechsel in die niedrigere Gewichtsklasse eigentlich ein vorzeitiges Kampfende angekündigt. Daraus wurde allerdings nicht. Zwar dominierte der 30-Jährige den Kampf mit seiner Beweglichkeit und bot Krieger nie ein wirkliches Ziel. Allerdings zeigten seine Schläge bei seinem Kontrahenten auch nicht die gewünschte Wirkung.

Das stellte auch Ali nach dem Kampf fest. "Wenn man gewinnt, ist man generell zufrieden. Aber ich dachte immer, warum sagen alle, der kann so viel wegstecken. Aber ganz ehrlich, den kriegt keiner runter. Ich hab ihm in der zweiten und dritten Runde einige Treffer verpasst, da wäre so manch anderer runtergegangen."

Nach seinem klaren Sieg will der Mann aus Ludwigshafen nun auch in der neuen Gewichtsklasse bleiben. "Es war eine Umstellung für mich, eine Gewichtsklasse runterzugehen und dann gleich gegen Krieger zu kämpfen. Aber ich will gegen die Großen kämpfen und daher war das für mich eine wichtige Prüfung. Jetzt will ich in der Gewichtsklasse bleiben."

Marutjan mit K.o.-Sieg

Araik Marutjan hat mit seinem K.o.-Sieg gegen Islam Teffahi ein Statement abgegeben. Marutjan dominierte den Kampf und kam immer wieder mit harten Treffern durch. Am Ende konnte sich Teffahi der Wucht seines Gegners nicht mehr entgegensetzen und musste auf die Bretter.

Die Kämpfe im Überblick:

Araik Marutjan - Islam Teffahi
Ahmad Ali - Denis Krieger 
Enis Agushi - Serdar Kurun (Finale "SPORT1: The Next Rocky")
Vincent Feigenbutz - Przemyslaw Opalach
Gefettet sind die Gewinner