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München - Saul "Canelo" Alvarez läutet mit dem Duell gegen Rocky Fielding eine neue Ära seiner Karriere ein. Dem Mexikaner könnte Historisches gelingen.

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Box-Weltmeister Saul Alvarez, genannt Canelo, hat in seiner Karriere schon viel erlebt. In der Nacht zu Sonntag betritt der Mexikaner dennoch Neuland - und kann Geschichte schreiben.

Nach seinen Titelgewinnen im Halbmittelgewicht und Mittelgewicht tritt der Mexikaner in der dritten Gewichtsklasse um einen Titel an, Gegner ist Rocky Fielding. Der aus Liverpool stammende 31-Jährige ist Weltmeister im Super-Mittelgewicht (Kampfbilanz 27-1, 15 KOs) und überragt Canelo um zehn Zentimeter Körpergröße.

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Der Brite besiegte im Juli Tyron Zeuge und nahm Deutschland damit seinen einzigen Box-Weltmeister. Im Madison Squarde Garden steigt nun sein erster Kampf auf amerikanischem Boden. ""Keiner gab mir eine Chance in Deutschland und niemand denkt, dass ich hier eine Chance habe. Aber ich komme als Weltmeister hierhin", sagte Fielding am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Fight.

Canelo strebt KO an

Auch für Canelo läutet der Kampf eine neue Ära ein: Der Mexikaner boxt erstmals nach seinem Deal mit dem Livestreaming-Anbieter DAZN, der ihm und seiner Promoterfirma "Golden Boy Promotions" 365 Millionen Euro für elf Kämpfe einbringt. Die Rede ist von einer fünfjährigen Partnerschaft, das Sport-Portal spricht vom höchstdotierten "Vertrag für einen Sportler in der Sportgeschichte.

"Ich bereite mich so vor, dass ich alles gebe. Koste es, was es wolle. Ich werde alles im Ring lassen, und ich arbeite in meinen Kämpfen immer auf einen KO hin", erklärte Alvarez im Vorfeld des Kampfes. "Es ist sehr wichtig, in drei verschiedenen Gewichtsklassen Weltmeister zu werden. Das wäre historisch, das haben erst zehn Mexikaner geschafft."

Obwohl sich Canelo selbst als Favorit sieht, hat er Respekt vor der höheren Gewichtsklasse und dem zuletzt sechsmal in Folge siegreichen Fielding.

"Es ist kein Geheimnis, dass ich der bessere und erfahrere Boxer bin. Aber ich betrete die Komfortzone eines Champions und seiner Gewichtsklasse, und das ist ein Risiko", erklärt Canelo. "Das macht es interessant, ich bereite mich auf einen harten Fight vor." Vielleicht bekomme Alvarez "von manchen nicht den nötigen Respekt, den er verdient. Er ist nämlich nicht umsonst Weltmeister."

Der Sieger des Kampfes könnte 2019 vielleicht auf Vincent Feigenbutz treffen. Im Gespräch mit SPORT1 machte der 23-Jährige klar, dass er sich einen WM-Kampf zutraue und vor Canelo nicht zurückschrecken würde.

50 Siege in 53 Kämpfen

2005 begann Canelo seine Profi-Karriere. Es folgten bis heute 53 Kämpfe, von denen er 50 für sich entscheiden konnte. Zunächst boxte er im Halbmittelgewicht und errang die Weltmeister-Titel der WBC, WBA und WBO.

Später wechselte der 28-Jährige ins Mittelgewicht, wo er sich die Titel der IBO, WBA und WBC sicherte. Für Aufsehen sorgten seine beiden Kämpfe gegen Gennadi Golowkin, der lange Zeit als bester Boxer der Welt über alle Gewichtsklassen hinweg galt.

Langfristig lautet Canelos großes Ziel derweil Floyd Mayweather. Gegen den US-Amerikaner, der sich nach seinem Sieg im Spektakel 2017 gegen Conor McGregor eigentlich in den Ruhestand verabschiedet hatte, will der Mexikaner die Revanche für seine bislang einzige Niederlage.

Rechnung mit Mayweather offen

"Wenn er zurückkehrt, bitte ich ihn, zu mir zu schauen und den Fans einen großartigen Kampf zu schenken. Wir haben noch eine Rechnung offen, also lasst uns einen zweiten Kampf austragen."

Für Halbmittelgewichtler Mayweather müsste Canelo gleich zwei Gewichtsklassen nach unten. Zukunftsmusik. Zunächst steht für den Mexikaner der mit Spannung erwartete Ausflug ins Super-Mittelgewicht an.