Olympia 2020: IOC droht Box-Verband AIBA erneut mit Ausschluss für Tokio
Ist Boxen bald nicht mehr olympisch? © Getty Images

Das IOC hat sich erneut kritisch gegenüber dem internationalen Box-Verband gezeigt und droht mit dem Olympia-Ausschluss für Tokio 2020.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich erneut kritisch gegenüber dem Internationalen Boxsport-Verband AIBA geäußert und ein weiteres Mal mit einem möglichen Olympia-Ausschluss für die Sommerspiele 2020 in Tokio gedroht.

"Der Vorstand des IOC hat einen Bericht über die Situation des AIBA erhalten, der die erhebliche und anhaltende Besorgnis in Bezug auf eine Reihe von Schlüsselbereichen unterstreicht", teilte das IOC mit.

Bereits im Mai war der Boxsport-Verband vom IOC angezählt und zu mehreren Nachbesserungen aufgefordert worden. Mit diesen zeigen sich die Verantwortlichen aber nicht zufrieden: "Der Vorstand des IOC hat beschlossen, seine Position beizubehalten und damit die Aussetzung aller finanziellen Mittel vom IOC für die AIBA beizubehalten sowie die Aufnahme des Box-Sports in das Programm der Olympischen Spiele 2020 zu überprüfen", hieß es weiter.

IOC will Manipulation bei Punktrichtern verhindern

Unzufrieden ist das IOC vor allem mit den anhaltenden Vorwürfen gegen das Punktvergabesystem des Verbandes. So soll der Verband dafür sorgen, dass internationale Experten das Berufungssystem von Ringrichtern überprüfen und reformieren. Sowohl bei den Sommerspielen in London 2012 als auch vier Jahre später in Rio soll es zu Absprachen und Manipulationen unter den Punktrichtern gekommen sein.

Die AIBA wird seit wenigen Monaten von Interimspräsident Gafur Rahimow geführt, der bereits einige Reformen eingeleitet hat. Rahimow soll laut den USA zu den führenden Kriminellen Usbekistans gehören. "Es ist aber kein Problem mit einer Person, nicht allein, es sind mehrere Probleme", sagte Bach im Mai.