Bei der WM-Pleite von Tyron Zeuge macht Jürgen Brähmer mit einem Flaschenwurf von sich reden. Der Box-Coach bezieht Stellung und weist die Vorwürfe von sich.

Dass Tyron Zeuge am Samstagabend seinen WM-Gürtel verlor, geriet beinahe zur Nebensache. Viel mehr sorgte der Flaschenwurf von Jürgen Brähmer für Aufsehen. Der Trainer von Zeuge hatte Sekunden nach dem K.o. seines Schützlings eine PET-Wasserflasche in Richtung der Vertreter des Sauerland-Boxstalls geworfen.

Die genauen Einzelheiten des Vorfalls sind immer noch unklar. Videoaufnahmen der Situation sind bislang nicht aufgetaucht, außerdem schieben sich beide Parteien gegenseitig die Schuld in die Schuhe.

In einem Interview mit der Bild äußerte sich Wilfried Sauerland zur fraglichen Situation und zum Befinden seiner Frau: "Natürlich ist sie geschockt. Aber sie hat ja nur das Wasser abbekommen, als die Flasche von der Schulter von Freddie Ness (Geschäftsführer Sauerland Event, Anm. d. Red) abprallte."

Brähmer bestreitet Absicht

Davon, dass Brähmer jemanden getroffen hat, wollte der Zeuge-Coach selbst nichts wissen. Er habe "eine mittelgroße PET-Wasserflasche" hinter sich aus der Ringecke auf den Hallenboden geworfen.

"Als ich aus der Reaktion von Frau Sauerland schloss, dass sie nass geworden ist, bin ich zu ihr hingesprungen und habe ihr versichert, dass ich sie nicht treffen wollte", erklärte Brähmer. 

Jedoch könne "keine Rede davon sein", dass Brähmer "auf einen der Beteiligten gezielt geworfen habe. Wenn ich ziele, treffe ich", so der frühere Boxer.

Dass es sich bei Brähmers Wurf um einen gezielten Angriff gehandelt hat, davon ist das Sauerland-Lager überzeugt. "So einen Vorfall habe ich in 40 Jahren Boxen noch nicht erlebt", zeigte sich Wilfried Sauerland empört. Die Möglichkeit einer Anzeige behält er sich bisweilen vor.

Brähmer selbst hätte zu dem Vorfall gerne auf der Pressekonferenz Stellung bezogen, "leider wurde ich zu dieser nicht eingeladen", so der 39-Jährige.

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