Loris Karius über Abschied aus Liverpool und Verarbeitung von CL-Finale
Loris Karius wechselte im Sommer zu Besiktas Istanbul © Getty Images

Loris Karius äußert sich über die Gründe für seinen Abschied aus Liverpool, sein Verhältnis zu Jürgen Klopp und wie er das CL-Finale gegen Real verarbeitet hat.

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Torhüter Loris Karius hat über seinen Wechsel vom FC Liverpool zu Besiktas Istanbul gesprochen und erklärt, wie er seinen Alptraum-Abend im Champions-League-Finale gegen Real Madrid verarbeitete.

"Ich wollte eine neue Herausforderung und einen Verein, bei dem ich jede Woche meine Einsätze bekomme. Ich bin in einem Alter, in dem ich unbedingt spielen will. Besiktas hat sich unheimlich um mich bemüht", sagte der 25-Jährige der Bild am Sonntag zu den Gründen für seinen Abschied von der Anfield Road.

Bei den Reds wäre er nach der Verpflichtung des brasilianischen Nationalkeepers Alisson nur noch die Nummer drei gewesen.

Ramos hat sich nicht bei Karius entschuldigt

"Der Druck wurde irgendwann durch die Medien und die Öffentlichkeit so groß, dass Liverpool reagieren musste. Für meine Situation war das nicht gut, aber so etwas passiert im Fußball", schilderte Karius den Grund für Verpflichtung des 70 Millionen Euro teuren Brasilianers.

Der Druck entstand durch seine Patzer im Champions-League-Finale. Später wurde diagnostiziert, dass Karius nach einem Ellbogenschlag von Real-Verteidiger Sergio Ramos eine Gehirnerschütterung erlitt. Ramos habe sich nicht bei ihm entschuldigt. "Er ist ein harter Spieler, aber ich habe nichts gegen ihn persönlich", erklärte Karius.

So hat Karius das CL-Finale verarbeitet

Die Ereignisse im Finale habe er selbst verarbeitet. "Meine Familie und meine Freunde waren mir natürlich eine große Hilfe." Karius hat einen klaren Plan: "Ich möchte damit abschließen, statt das Ganze in mich hineinzufressen."

Auf Liverpool-Trainer Jürgen Klopp und die Reds hegt der 25-Jährige nach seinem Abschied aber keinen Groll: "Ich habe kein Problem mit Jürgen Klopp. Wir haben ein gutes Verhältnis, er hat mich aus Mainz geholt.  Mir hat niemand gesagt, dass ich gehen soll, es war keine Flucht aus Liverpool. Ich habe zu allen Leuten dort ein gutes Verhältnis."