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Fans, Mitspieler und weitere Wegbegleiter erweisen Paolo Rossi die letzte Ehre. Die Trauerzeremonie für Italiens WM-Helden verläuft emotional.

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Ehemalige Mitspieler und Fans haben bei einer bewegenden Trauerzeremonie am Samstag Abschied von Italiens WM-Held Paolo Rossi genommen. Die Weltmeister von 1982, Marco Tardelli, Giancarlo Antognoni, Antonio Cabrini und Fulvio Collovati, trugen den Sarg ihres früheren Mitspielers in den Dom der norditalienischen Stadt Vicenza.

Fans skandierten vor der Kathedrale Rossis Namen und applaudierten. Bei der Zeremonie kondolierten die Spitzenfunktionäre des italienischen Fußballverbands FIGC und mehrere Ex-Kollegen Rossis der Witwe. "Ich habe nicht nur einen Freund, sondern einen Bruder verloren. Wir haben so viel gemeinsam erlebt. Auch nach dem Ende unserer Spielerkarriere haben wir uns nie aus den Augen verloren", sagte der frühere Abwehrspieler Cabrini.

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"Paolo Rossi war mehr als ein Symbol, er war die Verkörperung des italienischen Fußballs. Ich hatte die Ehre, zu Beginn meiner Fußballkarriere mit ihm beim AC Milan zu spielen", sagte Ex-Nationalspieler Paolo Maldini, heute Sportdirektor bei Milan. Rossi, WM-Torschützenkönig 1982, hatte in der Saison 1985/86 in Mailand gespielt, ehe er 1987 bei Hellas Verona seine Karriere beendete.

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Tausende Fans waren bereits am Freitagnachmittag zum Stadio "Menti" in Vicenza geströmt, wo Rossis Sarg aufgebahrt worden war. An den Fenstern der Gebäude vor dem Stadion hingen Spruchbänder mit dem Slogan "Rossi Gol" sowie Bilder Rossis. In Vicenza hatte Rossi mehrere Jahre gelebt. Auf den Spielfeldern aller Ligen wurde am Wochenende eine Schweigeminute zu Ehren des am Mittwoch im Alter von 64 Jahren an einem Lungentumor verstorbenen Rossi abgehalten.

Auf Großbildschirmen sollen die Tore Rossis bei der WM 1982 gezeigt werden. Das Stadion von Rossis Geburtsstadt Prato nahe Florenz soll nach dem legendären Stürmer benannt werden.