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München - Mit dem neuen Trainer Andrea Pirlo wird sich das Gesicht von Juventus Turin radikal ändern. Nicht nur Sami Khedira muss bangen - es könnte sogar Cristiano Ronaldo treffen.

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Als kürzlich der neue Juventus-Trainer vermeldet wurde, dürften einige der älteren Herrschaften im Kader der Turiner schon geahnt haben, dass ihre Zeit als Juve-Spieler demnächst zu Ende gehen könnte.  

Mittlerweile ist klar: Das Gesicht der Bianconeri wird sich unter Andrea Pirlo sogar dramatisch verändern. Bildlich gesprochen soll die verrunzelte Alte Dame in einen Jungbrunnen steigen und bestenfalls als schöne Frau in der Blüte ihres Lebens wieder herauskommen.

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Der erste Schritt folgte bereits am Mittwoch, als Juve den Abgang von Blaise Matuidi verkündete. Einen Tag später wurde mit Inter Miami auch der neue Verein des 33-Jährigen bekannt.

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Bei einem Deal mit dem FC Barcelona hatte es schon zuvor einen kleinen Generationswechsel auf der Position des Regisseurs gegeben: Für Miralem Pjanic (30) kommt der sieben Jahre jüngere Arthur, der künftig im Juve-Mittelfeld die Fäden ziehen soll. 

Khedira muss bangen, Isco im Anmarsch?

Neuerungen wurden auch schon auf den Außenbahnen eingetütet. Mit Dejan Kulusevski (20), der von Atalanta Bergamo zum FC Parma ausgeliehen war, holte sich der italienische Rekordmeister für 35 Millionen Euro einen der aufstrebenden Talente der Serie A. Geplant ist außerdem, Brescia-Jungstar Sandro Tonali zu verpflichten.

Spekuliert wurde in den italienischen und spanischen Medien zuletzt auch darüber, ob sich Real-Star Isco auf den Weg nach Turin machen könnte. Pirlo hatte sich nach Juves Champions-League-Aus gegen Ajax Amsterdam im April 2019 lobend über den Real-Star geäußert. "Pirlo und seine Liebe zu Isco", schrieb die Marca und erinnerte an ein Zitat des Italieners: "Juventus braucht sofort einen Spieler wie Isco."

Dass Isco nach sieben Jahren bei Real einen Tapetenwechsel in Betracht zieht, ist zumindest nicht ausgeschlossen. Der technisch beschlagene Mittelfeldspieler hat unter Trainer Zinedine Zidane keinen Stammplatz. 

Aus Juves Ü30-Fraktion könnte es dagegen als Nächsten Sami Khedira erwischen, doch offenbar will der Weltmeister von 2014 nicht widerstandslos seinen Spind räumen. Wie Tuttosport am Donnerstag berichtete, soll sich der ehemalige Stuttgarter mit Juve gerade in Verhandlungen befinden. Angeblich wollen die Turiner ihm den vorzeitigen Ausstieg aus seinem bis 2021 laufenden Vertrag mit einer Abfindung von sechs Millionen Euro versüßen.  

Schon zuvor war bekannt geworden, dass auch der 33-Jährige, der in der abgelaufenen Saison nur 18 Pflichtspiele bestritt, nicht zu Pirlos Auserwählten zählt. 

Khedira, der unter Pirlos Vorgänger Maurizio Sarri zum absoluten Stammpersonal zählte ("er hat eine unglaubliche taktische Intelligenz"), hatte zuletzt auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen.

Auch Stürmer Gonzalo Higuaín (32/Vertrag bis 2021) soll Pirlos Verjüngungskur zum Opfer fallen.

Über Dybala und Ronaldo wird diskutiert

Die Veränderungen in der Kaderstruktur könnten aber sogar die Spieler betreffen, von denen man dachte, sie seien unantastbar. 

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So gilt selbst Paulo Dybala, der in den vergangenen Jahren die Offensive der Turiner entscheidend prägte, nicht mehr als unverkäuflich. Laut Gazzetta dello Sport könnten sich die Verantwortlichen einen Verkauf des Argentiniers vorstellen, wenn das Angebot die 100-Millionen-Euro-Grenze zumindest kratzt.

Hintergrund: Dybala soll eine Anpassung seines Gehaltes auf zehn Millionen Euro gefordert haben. Eine Summe, die angesichts der Coronakrise selbst für Juventus nicht mehr stemmbar ist.

Letztlich gilt die Devise: Kein Spieler ist unverkäuflich, selbst ein Cristiano Ronaldo nicht.

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Bereits kurz nach dem frühen Aus im Champions-League-Achtelfinale gegen Olympique Lyon war öffentlich über einen möglichen Abgang des Superstars spekuliert worden - allerdings von Seiten des Portugiesen. Mittlerweile sollen aber auch die Turiner darüber nachdenken, ob man sich das astronomische Gehalt von 31 Millionen Euro für den 35-Jährigen besser spart, um die Verjüngung noch radikaler voranzutreiben. 

Juves Abwehrrecken bleiben unangetastet

Dass die neue junge Dame ihre Altersflecken nicht komplett loswerden wird, gilt allerdings als ausgemacht. Mit den Abwehrrecken Leonardo Bonucci (33) und Giorgio Chiellini (36) wird Pirlo weiterhin eine ebenso erfahrene wie langsame Innenverteidigung zur Verfügung haben - zumal Youngster Matthijs de Ligt wegen einer Schulterverletzung bis in den Spätherbst ausfällt.

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Und da wäre ja auch noch Gianluigi Buffon. "Muss ich dich jetzt also Mister nennen!?!?!", frotzelte Juves Torhüter-Ikone bei Instagram, kurz nachdem Pirlo als neuer Coach inthronisiert wurde.

Mit seinen 42 Lenzen ist der Keeper sogar noch ein Jahr älter als sein früherer Teamkollege - und der lebende Beweis, dass bei Juves Blutauffrischung die ein oder andere Falte gerne in Kauf genommen wird.