Robin Gosens war vor kurzem auch im ZDF Sportstudio zugeschaltet
Robin Gosens war vor kurzem auch im ZDF Sportstudio zugeschaltet © Imago
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München - Robin Gosens von Atalanta Bergamo befindet sich seit sechs Wochen in Quarantäne. Gedanken an einen Fußball-Neustart findet er "krass und komisch".

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Robin Gosens, deutscher Abwehrspieler bei Atalanta Bergamo, tut sich noch schwer mit der Vorstellung, im Mai oder Juni wieder Fußball zu spielen.

Er finde es "immer noch etwas krass und komisch. Dass du seit Wochen im schrecklichsten Ort Europas bist und jetzt Ende Mai die Fußballschuhe schnüren sollst und komplett zur Normalität übergehen sollst – das finde ich im Kopf aktuell noch schwer zu verarbeiten, ehrlich gesagt", sagte Gosens im RTL/ntv-Interview.

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Gosens, der kurz vor einem möglichen Debüt bei Jogi Löw in der Nationalmannschaft stand, steht bis 2023 noch beim italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo unter Vertrag. Aufgrund der Corona-Pandemie, die die Stadt besonders hart getroffen hat, befindet er sich seit sechs Wochen in häuslicher Quarantäne.

Der 25-Jährige hofft, dass nach der Coronakrise ein Umdenken bei den Menschen stattfindet. "Wir leben in einer Zeit und einer Gesellschaft, in der man nie zufrieden ist. Wir wollen immer mehr. Wir wollen immer höher hinaus. Ich glaube, dass das nicht richtig ist. Wir müssen auch mal stillstehen und zufrieden sein. Das ist nicht ganz einfach in dieser Welt, aber vielleicht zeigt uns genau diese Krise, dass wir das müssen", sagte Gosens.

Sobald wieder echte Normalität eingekehrt ist, träumt Gosens von einem Wechsel in die Fußball-Bundesliga. "Man macht sich Gedanken, und ich habe auch nie einen Hehl draus gemacht, dass ich den Traum Fußball-Bundesliga realisieren möchte". Es gebe "da auch schon einen Plan, den ich im Kopf habe".