Medhi Benatia (r., mit Pep Guardiola) kam 2014 zum FC Bayern
Medhi Benatia (r., mit Pep Guardiola) kam 2014 zum FC Bayern © Getty Images
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München - Medhi Benatia spielte in seiner Zeit bei Bayern unter Pep Guardiola. Er hat nicht nur gute Erinnerungen. Auch ein anderer Trainer bekommt sein Fett weg.

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Im Sommer 2014 war Medhi Benatia mit - auf beiden Seiten - großen Erwartungen von AS Rom für 28 Millionen Euro Ablöse zum FC Bayern gewechselt. Eine Traumbeziehung wurde es nicht.

Nach zwei Jahren in München wurde der marokkanische Nationalspieler an Juventus nach Turin verliehen, ehe er 2017 fix zur Alten Dame wechselte.

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Benatia, der seit 2019 in Katar bei Al Duhail aktiv ist, erklärt nun die Gründe, warum es für ihn bei Bayern nicht mit dem großen Durchbruch geklappt hat.

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"Leider warfen mich Verletzungen zurück. Ehrlich gesagt fehlte mir auch Italien sehr, besonders Rom. Ich hatte Anpassungsschwierigkeiten. Nach einem komplizierten zweiten Jahr in Deutschland tat ich alles dafür, um nach Italien zurückzukehren", sagte Benatia bei Spox und Goal.

Benatia über Guardiola: "Mochte seinen Umgang mit den Spielern nicht besonders"

Dabei verlief sein Start in der Bundesliga vielversprechend. "Anfangs war alles bestens. Ich war zu diesem Zeitpunkt der teuerste Verteidiger der Bundesliga-Geschichte und wurde zuvor zum besten Verteidiger der Serie A gewählt. Bayern ist ein großartiger Verein, die Spitze. Das i-Tüpfelchen war, dass Pep Guardiola und Karl-Heinz Rummenigge mich unbedingt wollten", blickt der 33-Jährige zurück.

Insgesamt absolvierte Benatia 46 Pflichtspiele für den deutschen Rekordmeister. Mehr verhinderten wohl auch Unstimmigkeiten mit Trainer Pep Guardiola.

"Er ist taktisch der beste Trainer der Welt, ich sehe keinen besseren als ihn. Aber ich mochte seinen Umgang mit den Spielern nicht besonders, in dieser Hinsicht beeindruckte er mich nicht", urteilt der Innenverteidiger.

Harte Vorwürfe gegen Allegri

Und auch Juve verließ Benatia, weil es mit seinem Coach hakte. "Allegri ist ein großer Trainer und ein großartiger Mensch. Ich hatte keine Probleme mit ihm, genauso wenig wie mit irgendeiner anderen Person. Aber er hat mir Versprechungen gemacht, die er nicht eingehalten hat", kritisiert Benatia den früheren Juventus-Trainer Massimiliano Allegri.

Dieser habe ihm im Trainingslager in den USA gesagt, "dass ich und Giorgio Chiellini die Stammverteidigung bilden würden und dass Leo Bonucci um seinen Platz kämpfen müsste. Leo ist ein Champion, aber es war vorgesehen, dass ich anfangen würde und er womöglich bei meinem ersten Fehler meinen Platz kriegen könnte. So sollte es auch sein. Zu jenem Zeitpunkt lief es sehr gut für mich. Im Pokalfinale hatte ich einen Doppelpack erzielt und wir sprachen gerade über eine Vertragsverlängerung. Dann saß ich viermal hintereinander 90 Minuten auf der Bank. Also hat Allegri mich offensichtlich verarscht. Ich habe den Kopf verloren und habe ihm gesagt, dass ich nicht mehr für Juve spielen würde, solange er Trainer wäre."

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Zu einem ehemaligen Teamkollegen bei der Alten Dame pflegt Benatia hingegen ein ganz anderes Verhältnis. "Er ist die absolute Nummer eins, als Fußballer und als Mensch. Er ist sehr intelligent, auch abseits des Platzes. Sein Gehirn arbeitet immer schneller als das der anderen. Ich bin froh, dass ich sein Freund sein darf", sagt er über Superstar Cristiano Ronaldo, mit dem Benatia vor seinem Abschied aus Turin noch ein halbes Jahr die Kabine teilte.