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München - Wegen des Coronavirus finden viele Spiele in Italien vor leeren Rängen statt. Nach einem Brief der Spielergewerkschaft droht nun sogar das sofortige Saisonende.

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Das Coronavirus hat den italienischen Fußball längst ins Chaos gestürzt, jetzt steht sogar ein vorzeitiges Saisonende im Raum. 

Der italienische Fußball-Dachverband FIGC berief für den Dienstag eine Krisensitzung ein, um in der Notsituation eine Antwort zu finden. 

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Vieles deutet darauf hin, dass die Serie A nach diesem Wochenende ein Ende finden könnte.

Spieler-Gewerkschaft drängt auf Aussetzung der Partien

Vincenzo Spadafora, seines Zeichens Staatsminister für Jugend und Sport, hatte am Sonntagmorgen einen Brief erhalten.

Der Absender: Damiano Tommasi, Präsident der italienischen Profi-Fußballergewerkschaft AIC. Die Message des Schreibens: "Lass uns aufhören." (Zum Corona-Ticker)

Der Sportminister stimmte Tommasi am Sonntagmittag zu. "Ich teile seine Aussagen. Es ist derzeit nicht sinnvoll, die Gesundheit von Spielern, Schiedsrichtern, Technikern und Fans zu gefährden, die sich versammeln, um die Spiele zu verfolgen", erklärte Spadafora. 

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Juve gegen Inter als Geisterspiel

Das Spiel zwischen dem FC Parma und SPAL, das am Sonntag um 12.30 Uhr beginnen sollte, wurde nach den Aussagen des Politikers gestoppt, als die Mannschaften bereits auf dem Rasen den Anpfiff erwarteten.

Die Spieler wurden in die Kabine geschickt, nach langen Diskussionen wurde entschieden, dass die Begegnung um 13.45 Uhr doch noch angepfiffen werden durfte. 

Auch die weiteren Sonntagsspiele, darunter das Derby d’Italia zwischen Juventus Turin und Inter Mailand, das vor leeren Rängen stattfand, wurden ausgetragen. 

Ein Großteil der Spieler ist gegen eine Fortsetzung der Serie A, Tommasi soll bereit sein, im Ernstfall einen Streik anzuzetteln, falls nicht auf die Gesundheit der Akteure geachtet wird.