In Italien sind gegen 38 Juve-Ultras Stadionverbote erlassen worden
In Italien sind gegen 38 Juve-Ultras Stadionverbote erlassen worden © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

38 Ultras von Juventus Turin dürfen zehn Jahre lang kein Stadion mehr betreten. Ein Fan von AS Rom erhält sogar ein lebenslanges Stadionverbot.

Anzeige

Gegen 38 Fans des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin ist ein zehnjähriges Stadionverbot erlassen worden.

Dabei handelt es sich um mehrere Anführer von Ultra-Fangruppen im Juve-Umfeld, gegen die unter anderem wegen schwerer Erpressung, Geldwäsche und häuslicher Gewalt ermittelt wird, teilte die Polizei am Freitag in Turin mit.

Anzeige

Juventus Turin hatte die Ermittlungen mit einer Anzeige im vergangenen Jahr ins Rollen gebracht. In der vergangenen Woche waren mehrere Ultra-Anführer festgenommen worden.

Jetzt aktuelle Fanartikel der internationalen Top-Klubs bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Sie sollen nach italienischen Medienberichten hinter dem Schwarzhandel mit Tickets stecken. Der Klub des Superstars Cristiano Ronaldo und der Deutschen Sami Khedira und Emre Can hatte zuletzt immer wieder Problemen mit organisierten Ultra-Gruppen, die auch mit der Mafia zusammenarbeiten sollen.

Lebenslanges Stadionverbot für Roma-Fan

Im Kampf gegen Rassismus im italienischen Fußball hat die Polizei zudem ein lebenslanges Stadionverbot gegen einen Fan von AS Rom verhängt, der den Brasilianer Juan Jesus beleidigt hatte. Dies teilte der Klub am Freitag mit. 

DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Der Abwehrspieler hatte in den Sozialen Netzwerken die Botschaften mit rassistischem Inhalt veröffentlicht, die er von dem Fan erhalten hatte. Der Spieler hatte auf Twitter einen Appell an seinen Klub gerichtet: "Ihr wisst, was mit einem derartigen Fan zu machen ist. Ich bin stolz, so zu sein, wie ich bin."

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte sich am Sonntag besorgt über die jüngsten rassistischen Vorfälle im italienischen Profi-Fußball geäußert. Die Situation sei "sehr ernst" und müsse so lange bekämpft werden, bis rassistische Gesänge aufhörten, sagte Infantino.

Auch interessant
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    So könnte Upamecano Bayern helfen
  • Fussball
    2
    Fussball
    Ex-Bayern-Talent wieder vereinslos
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Reif: Muss Flick defensiv umdenken?
  • US-Sport / NFL
    4
    US-Sport / NFL
    Jackson zieht mit NFL-Ikonen gleich
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Diagnose da: Witsel-Schock für BVB

Die Erstliga-Partie zwischen Atalanta Bergamo und dem AC Florenz war am Sonntag wegen rassistischer Gesänge während der ersten Halbzeit kurzzeitig unterbrochen worden, im Visier stand der brasilianische Florenz-Profi Dalbert Henrique. Auch der belgische Nationalspieler Romelu Lukaku von Inter Mailand war zuletzt Ziel solcher Attacken.