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München - Den Zoff zwischen Mauro Icardi und Inter Mailand hat seine Frau und Beraterin mitverursacht. Ihr Ruf ist inzwischen zum Problem für ihren Mann geworden.

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Wanda Nara, merken Sie sich diesen Namen. Kein zweiter verursacht momentan so viel Argwohn bei Europas Fußball-Bossen.

Wanda Nara ist kein zwielichtiger Investor, auch kein skandalträchtiger Spieler. Wanda Nara ist eine Frau. 32 Jahre alt, Mutter von fünf Kindern und rein optisch das, was man in Italien eine bellezza bionda nennt: eine blonde Schönheit. 

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Für diesen Beinamen haben sie bei Inter Mailand jedoch herzlich wenig übrig derzeit. Im Klub herrscht Aufruhr - eben wegen dieser Wanda Nara. 

Die Argentinierin, Showgirl und Model von Beruf, ist die Ehefrau und Beraterin von Star-Spieler Mauro Icardi. Diese Kombination wirkt dieser Tage höchst explosiv. Zwischen Familie Icardi und Inters Klubbossen ist ein Machtkampf entbrannt. 

Icardi wird degradiert und streikt

Die Kurzfassung: Icardi, der Top-Torjäger des Vereins, will mehr Geld, wenn er seinen Vertrag verlängern soll. Inter will ihm keines zahlen. Jedenfalls nicht so viel, wie es seine Frau gerne hätte. Mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr soll sie fordern, hört man. Etwa viereinhalb kassiert ihr Mann bislang. 

Wanda Nara ist höchst verärgert über Inter, ihren Verdruss über die Bosse hat sie mehrfach zum Ausdruck gebracht - und bei dieser Gelegenheit gleich die Transferpolitik des Vereins und den Spielstil der Mannschaft angeprangert.

Irgendwann waren die Verantwortlichen die öffentlichen Breitseiten leid. Unter der Woche holten sie zum Gegenschlag aus. Icardi wurde überraschend als Kapitän abgesetzt. Eine Entmachtung ersten Ranges für jemanden, der seit 2013 für den Klub aufläuft und in dieser Zeit mehr als 100 Tore geschossen hat.

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Als spontane Reaktion trat Icardi für das Europa-League-Spiel in Wien am Donnerstag in den Streik. Ob auf Geheiß seiner Frau oder aus persönlicher Empörung, wer weiß das schon? Dem Verhältnis zu Inter hat der Boykott aber womöglich nachhaltig geschadet. 

Auto der Frau mit Steinen beworfen

In Italien geht kaum noch jemand davon aus, dass der 25-Jährige über den Sommer hinaus im Verein verbleibt. Erst recht nicht, nachdem Coach Luciano Spalletti Icardis Degradierung als "eine Frage der Fairness für Inter und für die Gruppe" bezeichnete. "Es ist nicht der Einzelne, der bestimmt, sondern das Team", sagte er. 

Man kann zu dem Schluss kommen, dass Wanda Nara ihren Mann mit ihrer resoluten Verhandlungsführung in eine prekäre Lage gebracht hat - und sich selbst gleich mit.

Am Wochenende bewarfen Unbekannte ihr Auto mit Steinen, als sie mit ihren Kindern im Inneren saß. Es gibt Gruppen in Italien, bei denen gelten Icardi und Wanda Nara als Geächtete. 

Icardis Schwester sauer auf seine Frau

Der Einfluss, den Signora Icardi auf ihren Mauro ausübt, sorgt selbst in der eigenen Familie für Zwist. "Mein armer Bruder, warum lässt er das weiterhin zu?", klagte Icardis Schwester Ivana neulich bei CN24. Der Zoff, der Streik, die ganze Sache mit Inter wäre nie so eskaliert, behauptete sie, wenn Icardi "eine ernsthafte Person hinter sich hätte". 

Womöglich hat Wanda Nara bei ihrer resoluten Strategie etwas Entscheidendes unterschätzt.  

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In den vergangenen Jahren hatten internationale Topklubs Schlange gestanden, um einen Wechsel ihres Gatten auszuhandeln. Wanda Nara hielt sie alle hin. Ihr Mann war der große Star bei Inter. Sein Vertrag läuft noch bis 2021. 

Inzwischen sind die potenziellen Interessenten verschreckt worden, so wie sich die Icardis die vergangenen Tage in Mailand präsentiert haben. 

Real nimmt Abstand von Transfer

In Spanien schrieb die Marca am Samstag, Real Madrid habe seine Bemühungen um den Stürmer eingestellt - "Wandas Verhalten" wegen. Die Königlichen, so heißt es in dem Bericht, hätten kein Interesse an negativen Schlagzeilen. 

Dabei hat der Verein durchaus Vakanzen im Sturmzentrum. Karim Benzema hat zwar eben erst wieder in der Champions League getroffen, wird aufgrund seines fortgeschrittenen Alters aber auch nicht mehr ewig durchs Bernabeu stürmen. 

Präsident Perez, ein großer Unterstützer und bekennender Fan, wird den Franzosen zwar so lange wie eben möglich durchschleusen. Zeitgleich hält der mächtige Boss aber immer wieder Ausschau nach Alternativen. 

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Von seinen Fähigkeiten her käme Icardi einem idealen Ersatz ziemlich nahe, wenn denn seine aufmüpfige Beraterin nicht wäre, die zu allem übel auch noch seine Ehefrau ist. In den Medien hat Wanda Nara längst den Ruf der Femme fatale weg. Vor diesem Typus Agent bringen sich die Spanier offenbar lieber in Sicherheit. 

Gut möglich, dass Wanda Nara stattdessen versuchen wird, ihren Mann in England unterzubringen. Der FC Chelsea wolle die Gunst der Stunde für sich nutzen, vermeldete die Sun

Dort arbeitet Marina Granovskaya als Direktorin Profifußball. Eine Funktionärin, der man ebenso viel Macht bei wichtigen Entscheidungen nachsagt. 

Vielleicht finden ja zwei Frauen zusammen, die sich verstehen.