Jordan Veretout glich in der elften Minute der Nachspielzeit für Florenz aus
Jordan Veretout glich in der elften Minute der Nachspielzeit für Florenz aus © Getty Images
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Der AC Florenz rettet durch ein historisch spätes Tor in einem verrückten Spiel gegen Inter Mailand einen Punkt. Inter-Coach Spalletti wütet.

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Verrückter Krimi in Florenz: Der AC Florenz hat sich in einer turbulenten Partie gegen Inter Mailand auf den allerletzten Drücker doch noch einen Punkt gesichert.

Jordan Veretout verwandelte in der elften Minute der Nachspielzeit einen umstrittenen Handelfmeter zum 3:3 (1:2)-Endstand. Laut Opta erzielte Vertout damit das späteste Tor in der Serie A seit Beginn der Datenerfassung in der Saison 2004/05.

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In der Nachspielzeit spielte Inters Danilo D'Ambrosio den Ball im Strafraum mit der Brust und nach Meinung von Schiedsrichter Rosario Abisso auch mit dem Oberarm. Erst nach minutenlangem Studium der Videoaufzeichnungen blieb der Referee bei seiner ursprünglichen Entscheidung: Handelfmeter. Veretout verwandelte schließlich sicher.

Inter-Trainer Luciano Spalletti wütete nach dem Schlusspfiff. "Es ist klar. Es ist seine Brust. Da gibt es keine Diskussion und keine Zweifel. Wir haben klar gesehen, dass es seine Brust war. Jeder hat es gesehen", wetterte Spalletti bei Sky Italia.

Eigentor nach 16 Sekunden

Die Partie begann kurios. Bereits nach 16 Sekunden gingen die Hausherren durch ein Eigentor von Stefan de Vrij in Führung. Inter drehte die Partie anschließend durch Treffer von Matias Vecino (6.), Matteo Politano (40.) und Ivan Perisic (52.), der einen Elfmeter nach Videobeweis verwandelte.

Cristiano Biraghi gelang nur acht Minuten später der vermeintliche Anschlusstreffer, wegen eines Foulspiels in der Entstehung zählte der Treffer nach Videobeweis allerdings nicht.

Doch Florenz gab nicht auf: Der eingewechselte Luis Muriel schoss einen Freistoß aus über 30 Metern direkt in den linken Winkel (74.) und ließ die Fiorentina damit wieder hoffen. Und schließlich gelang Vertout doch noch der Ausgleich.

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Inter, im Achtelfinale der Europa League Gegner von DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt, liegt auf dem dritten Tabellenplatz mit 47 Punkten knapp vor Lokalrivale AC Mailand (45). Florenz ist Neunter (36).

Juve quält sich zum Sieg

Zuvor hatte Rekordmeister Juventus Turin nur mit viel Mühe den nächsten Sieg eingefahren.

Die alte Dame quälte sich ohne den am Herzen operierten Ex-Weltmeister Sami Khedira zu einem 1:0 (0:0) beim Abstiegskandidaten FC Bologna.

Paulo Dybala erzielte in der 67. Minute das Tor des Tages für die weiter ungeschlagenen Turiner, die auf dem besten Weg zu ihrem 35. Meistertitel sind. Deutlich schwieriger wird die Aufgabe im Rückspiel gegen Atletico Madrid am 12. März.