France v Italy - International Friendly match
Rolando Mandragora kommt ein Fluch teuer zu stehen © Getty Images

Ein Lippenleser deckt einen üblen Fluch von Jung-Profi Rolando Mandragora auf. Der italienische Verband reagiert und sperrt den Udine-Spieler wegen "Blasphemie".

Der italienische Fußballprofi Rolando Mandragora erhält wegen Gotteslästerung eine Denkpause.

Die Serie A sperrte den 21-Jährigen vom Erstligisten Udinese Calcio nach einem Videostudium wegen "blasphemischer Bemerkungen" für ein Spiel. Mandragora hatte am vergangenen Wochenende während der Partie gegen Sampdoria Genua (1:0) geflucht.

"Porca Madonna, Vaffanculo, Dio Cane", soll Mandragora nach einer Parade von Sampdoria-Keeper Emil Audero gerufen haben. Teil 1 des Ausbruchs bedeutet wörtlich übersetzt "Verdammte Madonna", Teil 3 so viel wie "Hundegott" - der Mittelpart ist die italienische Entsprechung dessen, wozu man auf Deutsch meistens "Leck mich" sagt.

Lippenleser lässt Mandragora auffliegen

Die Referees bekamen die Schimpftirade zwar nicht mit, beim Studium der TV-Bilder wurde allerdings ein Lippenleser hinzugezogen. Es habe bei der Untersuchung "keine Zweifel" gegeben, teilte die Serie A mit. Seit 2010 können in Italien solche Vergehen bestraft werden.

Fans kritisierten die Entscheidung. "Sie mussten damit warten, bis (Gianluigi, d.Red.) Buffon geht, er hätte sonst nur die Hälfte aller Spiele gemacht", schrieb ein Twitter-User.

Ein anderer bezeichnete die Sanktion als "Stoff von 1498". Buffon, der im Sommer von Juventus zu Paris St. Germain gewechselt war, hatte sich in seiner Zeit in Turin mehrfach für Flüche entschuldigen müssen.