Die Ultras von Lazio Rom wollen in ihrem Fanblock keine Frauen in den vorderen zehn Reihen und sorgen damit für einen Eklat. Der Verein reagiert.

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Die Ultras von Lazio Rom haben zum wiederholten Male für einen Eklat gesorgt.

Die Anhänger des Klubs aus der ewigen Stadt verteilten Flugblätter, auf denen sie Frauen aufforderten, sich nicht in den vordersten Reihen des Fanblocks aufzuhalten. "Die Curva Nord stellt für uns einen heiligen Raum dar", hieß es. Die ersten Reihen symbolisieren den "Schützengraben."

Verein distanziert sich von Fan-Aktion

"In den Schützengräben lassen wir Frauen, Ehefrauen und Freundinnen nicht zu, also laden wir sie ein, sich ab der zehnten Reihe zu positionieren", schrieben die Lazio-Ultras. Der Verein distanzierte sich von der Aktion: "Das ist nicht die Meinung des Clubs. Wir sind gegen jede Diskriminierung." Lazio verlor den Saisonauftakt gegen den SSC Neapel mit 1:2.

Es ist nicht der erste Skandal. Im Vorjahr hatten die Lazio-Anhänger Fotomontagen mit dem Gesicht der im Holocaust getöteten Jüdin Anne Frank in einem Trikot von Stadtrivale AS Rom aufgeklebt. Der Klub wurde vom Verband mit 50.000 Euro Strafe belegt.