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München - Nach dem peinlichen Tottenham-Aus in der Europa League geht Trainer José Mourinho auf seine eigene Mannschaft los. Steuert der Coach jetzt auf sein Aus zu?

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Tottenham-Trainer José Mourinho hat seine eigene Mannschaft nach dem Aus in der Europa League scharf kritisiert.

Trotz eines 2:0-Sieges im Hinspiel gegen Dinamo Zagreb verschenkten die Spurs ein völlig verkorkstes Rückspiel mit 0:3. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan der Europa League)

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Das überraschende Ausscheiden im Viertelfinale des Europacups reduziert die Chancen der Engländer, sich noch für die Champions League zu qualifizieren. In der Premier League ist Tottenham nur Achter, liegt sechs Punkte hinter dem viertplatzierten FC Chelsea. Zuletzt setze es eine 1:2-Pleite im North-London-Derby gegen Arsenal. (SERVICE: Tabelle der Premier League)

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Mourinho "fühlt viel mehr als Traurigkeit"

Nach der Partie gegen den kroatischen Meister lobte Mourinho die Einstellung und den Auftritt von Zagreb. Für sein eigenes Team hingegen hatte der Coach keine guten Worte übrig. "Mein Team sah nicht so aus, als würde es ein wichtiges Spiel spielen", kritisierte der Portugiese. "Zu sagen, dass ich traurig bin, ist nicht genug. Was ich fühle, ist viel mehr als Traurigkeit."

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Bei den Tottenham-Fans könne er sich nur entschuldigen. "Ich hoffe, sie fühlen genauso wie ich. Heute hieß es leben oder sterben und in diesem Moment sterben wir."

Dabei schob Mourinho die komplette Schuldlast der Niederlage auf seine Spieler und vermied ein eigenes Schuldbekenntnis. "Wir wurden nicht überrascht", erklärte der 58-Jährige, "ich habe ihnen gesagt, dass es nicht okay ist, wenn wir unentschieden spielen oder 1:0 oder 2:1 verlieren. Ich habe ihnen gesagt, dass sie dominant spielen sollen".

Besonders auf Matchwinner und dreifach Torschütze Mislav Orsic habe Mourinho sein Team im Vorfeld mit Videoanalysen vorbereitet. "Ich habe ihnen alle Informationen über Orsic gegeben. Das ist alles, was ich sagen kann." Ihm selbst bereite es Sorgen, dass seine Botschaften offensichtlich nicht bei den Spurs-Akteuren ankamen.

Kriselnde Atmosphäre bei Tottenham

Genauere Auskünfte über die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft verweigerte der Coach: "Wir sind in einer Situation, in der ich nicht vor der Presse und den Fans darüber sprechen möchte."

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Mit Blick auf die nahe Zukunft versprach Mourinho: "Bis zum letzten Tag der Saison müssen wir versuchen, unser Bestes zu geben." Fraglich bleibt, ob Tottenham diesen Weg komplett mit Teammanager Mourinho bestreiten wird.

Das Europa-Aus ist ein weiterer Tiefpunkt in einer schwachen Spielzeit der Spurs. Einige Tottenham-Fans fordern bereits einen neuen Coach.

Auch für die Buchmacher ist Mourinho einer der Top-Kandidaten in der Premier League für den nächsten Rausschmiss. Die Wahrscheinlichkeit wird nach dem erneuten Dämpfer sicherlich weiter ansteigen.