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Dejan Lovren spielte von 2015 bis 2020 unter Trainer Jürgen Klopp beim FC Liverpool. Der Verteidiger verrät, wie der Coach ein Talent der Reds 2017 zurechtwies.

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Jürgen Klopp ist dafür bekannt, dass er auf Talente setzt. 

Während seiner Dortmunder Amtszeit setzte der Coach beispielsweise auf den damals 18 Jahre alten Mario Götze. Bei seinem aktuellen Klub Liverpool formte Klopp dann unter anderem Rechtsverteidiger Trent-Alexander Arnold in jungen Jahren zum Star. 

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Dabei ist dem Trainer offenbar eines ganz wichtig: Seine Nachwuchskräfte müssen bodenständig sein. (Endet Klopps Ära in Liverpool wie in Dortmund?)

Das verdeutlichte der Ex-Liverpooler Dejan Lovren im Gespräch mit den Medien seines aktuellen Vereins Zenit St. Petersburg. Der Kroate spielte von 2015 bis 2020 bei den Reds unter dem Deutschen. 

Klopp weist Liverpool-Talent wegen Rolex zurecht

Der Innenverteidiger erzählte eine Anekdote von Klopp und einem Talent. "2017, am ersten Trainingstag mit Liverpool, kam ein 18-jähriger Spieler, ich werde seinen Namen nicht nennen, in einem Mercedes mit einer goldenen Rolex an seinem Handgelenk zum Gelände." (Tabelle der Premier League)

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Dies fiel Klopp sofort auf und traf überhaupt nicht den Geschmack des Coaches. 

Der Chef fragte seinen Akteur: "Mit was für einem Auto bist du gekommen?" Die Antwort: "Ein Mercedes"

Klopp wiederum: "Was ist das an deinem Handgelenk?" Antwort: "Eine Rolex".

Klopp: "Und wie viele Spiele hast du für unser erstes Team bisher gemacht?" 

Da wurde der Nachwuchsspieler kleinlaut. Er antwortete nur: "Keins." 

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Am nächsten Tag kam er laut Lovren dann ohne Uhr und in einem bescheideneren Auto zum Training. Klopps Lektion hatte gesessen. 

Lovren bedauert: "Kein junger Spieler putzt mehr Schuhe"

Für Lovren, der kürzlich für Erdbeben-Opfer in Kroatien sein Hotel zur Verfügung stellte, war dies genau richtig. 

Der 31-Jährige kritisierte: "Die jüngere Generation muss sich aneignen, was wir älteren Spieler durch Erfahrung gelernt haben. Im modernen Fußball gibt es keine jungen Spieler mehr, die die Schuhe putzen oder das Wasser tragen. Dafür gibt es jetzt extra Leute und das finde ich nicht gut. Junge Spieler müssen so schnell wie möglich lernen, wie der Fußball von innen heraus funktioniert."

Der Routinier von Zenit St. Petersburg fügte an: "Wenn ich ein Trainer wäre, würde ich einfach strenge Verhaltensregeln in der Umkleidekabine, im Training und auf dem Sportplatz festlegen. Ich würde versuchen zu erklären, warum diese Regeln wichtig sind."