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München - Jürgen Klopp bekommt in der Belastungsdebatte weiter Gegenwind. Der Trainer des FC Liverpool lässt dies aber nicht auf sich sitzen.

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Jürgen Klopp hat mal wieder Ärger mit einem Experten.

Nachdem Gary Neville dem Trainer des FC Liverpool vorgeworfen hatte, bei seiner Forderung nach fünf Auswechslungen in der Premier League seinen Vorteil aufgrund der Kaderqualität im Sinn zu haben, reagierte dieser verschnupft (Spielplan und Ergebnisse der Premier League).

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"Ich habe gehört, Gary Neville sagte, ich würde es nicht verstehen. Ich weiß nicht genau, was er gesagt hat. Aber es geht nicht um Liverpool", erklärte Klopp auf der Pressekonferenz am Freitag.

Klopp: "Ich bin nicht wie er"

"Was immer er denkt, zeigt vielleicht, wie er mit einer solchen Situation umgehen würde. Aber er sollte nicht denken, dass ich wie er bin. Denn ich bin nicht wie er. Ich spreche über alle Spieler, nicht nur über die Liverpool-Spieler", meinte der 53-Jährige (Die Tabelle der Premier League).

Neville hatte bei Sky Sports gesagt, das "größte Risiko für Klopp auf dem Weg zum Titel ist eine weitere große Verletzung. Also will er versuchen, sich diesen Vorteil zu verschaffen, um den Leuten etwas in den Kopf zu setzen […] und um Ergebnisse zu erzielen."

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Klopp habe in der Belastungsdebatte "keine Beweise, die ihn unterstützen, weder bei den Spielen noch bei den Anpfiffslots am Samstag".

Der deutsche Startrainer konterte:  "Es geht nicht darum, sich einen Vorteil zu verschaffen. Es geht um Belastungssteuerung, mit der Corona-Situation in bestmöglicher Art und Weise umzugehen. Wir können es nicht einfach ignorieren, nur weil einige Leute sagen, dass es ein Vorteil sein wird."

Klopp befürchtet Folgen für Nationalteam

Klopp drängte erneut auf eine Erhöhung des Auswechselkontingents. "Im Treffen der Teammanager wäre es durchgegangen, wenn wir abgestimmt hätten, was uns nicht erlaubt war. Mit 15 oder 16 Stimmen", sagte Klopp am Freitag: "Dass es danach nicht geschehen ist, zeigt, dass manche Anteilseigner und Geschäftsführer es anders als die Teammanager sehen. Das ist kein wirklich gutes Zeichen."

Beim Meeting der Klubs am vergangenen Donnerstag war eine der Erhöhung der möglichen Wechsel pro Spiel von drei auf fünf kein Thema gewesen. Dies zeigte, "dass diese Leute das Wohlergehen der Spieler ignorieren", sagte Klopp. Nach dem Restart der abgelaufenen Saison im Sommer hatte es die Sonderregel noch gegeben, für die neue Spielzeit gab es keine Einigung 

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Sollte sich daran nichts ändern, befürchtet Klopp auch Konsequenzen für Nationaltrainer Gareth Southgate im Bezug auf die Europameisterschaft im kommenden Jahr. "Im nächsten Sommer wird das ein Problem für Gareth Southgate, weil alle Spieler, die Gareth mitnehmen will, international spielen", sagte der Deutsche. Er nahm folglich auch den englischen Verband FA in die Pflicht, sich für das Wohlergehen der Fußballer einzusetzen.

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