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München - Mesut Özil ergreift im Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um eine Region im Kaukasus Partei. Der Arsenal-Star denkt zu kurz, sagt ein Kritiker.

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Rio-Weltmeister Mesut Özil hat im Bergkarabach-Konflikt Partei für Aserbaidschan ergriffen. "Aserbaidschans Problem ist unser Problem, seine Freude ist unsere Freude", schreibt der frühere Nationalspieler in den Sozialen Medien auf Türkisch: "Eine Nation, zwei Staaten."

Dem Zitat, das dem türkischen Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk zugeschrieben wird, folgt eine Erklärung auf Englisch. "Mir ist es wichtig, dass jeder auf der Welt um die Tatsache weiß, dass die Bergkarabach-Region international rechtlich als Teil Aserbaidschans anerkannt, aber aktuell widerrechtlich besetzt ist", schreibt der 31-Jährige.

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Özil verweist auf eine Erklärung der UN aus dem Jahr 2008, in der Armenien aufgefordert worden sei, seine Truppen aus der Region abzuziehen. "Ich dränge darauf, dass diese Entscheidung (...) von allen anerkannt wird", betont er. Özil beschließt seine Stellungnahme mit einem Aufruf zum Frieden und zu einer Zukunft "ohne Gewalt". Jeder Tote, egal auf welcher Seite, sei "ein Verlust für alle".

Kritik: Özils Ansichten greifen zu kurz

Özils Verweis auf die Besatzung durch Armenien greife "zu kurz", sagte Omid Nouripour dem SID. Wenn sich Özil zu derartigen Themen äußere, "sollte er auch die aggressive Außenpolitik der Türkei kritisieren", meinte der außenpolitische Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion. Außerdem habe Atatürk auch gesagt: "Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt." Die Politik der türkischen Regierung sei jedoch "weder im Inneren noch nach außen friedlich im Moment".

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Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region im Kaukasus war in den vergangenen Wochen wieder aufgebrochen. Seit Ende September kam es zu den blutigsten Kämpfen seit den 1990er-Jahren, unter den Opfern sind auch Zivilisten. Die Türkei steht dabei an der Seite Aserbaidschans und soll das Land unter anderem mit der Entsendung von Söldnern unterstützen.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)