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München - Mit Edinson Cavani verpflichtet Manchester United einen Routinier. Der Angreifer ist nicht der erste Star, der im gehobenen Alter zu den Red Devils kommt.

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Eigentlich hatte sich Manchester United in den vergangenen Jahren davon verabschiedet, gealterte Stars für viel Geld zu holen.

Stattdessen wirbeln beim Team von Trainer Ole Gunnar Solskjaer im Moment mit den Stars Marcus Rashford (22), Mason Greenwood (19), Anthony Martial (24) Paul Pogba (27) und Bruno Fernandes (26) Spieler, die von ihrem 30. Geburtstag noch weit entfernt sind. 

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Mit Edinson Cavani verpflichteten die Red Devils am Deadline Day aber doch noch einen Routinier. Der Stürmer ist mit seinen 33 Jahren der älteste Spieler im jungen Kader. 

Cavani reiht sich bei ManUnited in eine Reihe der Stars ein, die im gehobenen Fußballeralter zu dem 20-maligen Meister kamen. SPORT1 zeigt, welche Erfahrungen Manchester mit seinen Ü30-Transfers bisher machte. 

Raimond van der Gouw

Der Torhüter war nach seinem Wechsel von Vitesse Arnheim nach England im Jahr 1996 im Alter von 33 Jahren viele Spielzeiten der Ersatzmann hinter Peter Schmeichel und wärmte die Bank.

Es wird aber oft vergessen, dass der Niederländer in der Triple-Saison 1999 immerhin acht Spiele bestritt. 2002 war die Zeit des Keepers dann nach sieben Titeln mit den Red Devils zu Ende.

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Teddy Sheringham

1999 machte sich der Engländer bei den Fans zur Legende. Der Spielmacher traf innerhalb von vier Tagen im FA-Cup-Finale und im Champions-League-Finale gegen den FC Bayern und führte United damit zum Triple-Sieg.

Zwei Jahre zuvor war er mit 31 Jahren von Tottenham gekommen und bediente als Zehner die Stürmer Dwight Yorke, Andy Cole und Solskjaer. Sheringham machte bis zu seinem Abgang 2001 zu Tottenham insgesamt 153 Spiele für ManUnited und traf 46 mal. 

Teddy Sheringham (2.v.li., ManU) erzielt den 1:1 Ausgleichstreffer im Finale der Champions League 1999 gegen den FC Bayern
Teddy Sheringham (2.v.li., ManU) erzielt den 1:1 Ausgleichstreffer im Finale der Champions League 1999 gegen den FC Bayern © Imago

Laurent Blanc

Der Franzose hatte seinen Leistungszenit offenbar bereits überschritten, als ihn Sir Alex Ferguson ins Old Trafford lotste. Der Innenverteidiger, Welt- und Europameister mit der Equipe Tricolore, wirkte oft zu langsam und konnte in den 75 Pflichtspielen an seine Glanzzeiten aus Jahren in Barcelona und bei Olympique Marseille nicht anknüpfen.

Kein Wunder: Blanc war bereits 35 als er 2001 nach Manchester kam. 2003 gewann er mit dem Team die Meisterschaft und beendete daraufhin seine Karriere. 

Laurent Blanc (Mitte) mit dem Meisterpokal
Laurent Blanc (Mitte) mit dem Meisterpokal © Imago

Edwin van der Sar

Kaum zu glauben: Der zweitwichtigste Keeper in der Vereinsgeschichte hinter Peter Schmeichel kam erst mit 34 Jahren zum Klub. Zuvor hatte der Niederländer vier Jahre lang beim FC Fulham solide gespielt.

Eine große Zeit bei Manchester hatte man van der Sar kaum zugetraut. Und doch: Der Schlussmann blieb von 2005 bis zu seinem Karriereende 2011 die unumstrittene Nummer eins und gewann 2008 unter anderem die Champions League. Im Finale gegen Chelsea hielt er einen Schuss von Nicolas Anelka im Elfmeterschießen und entschied so die Partie. 

Edwin van der Sar bei einem Legendenspiel für Manchester United
Edwin van der Sar bei einem Legendenspiel für Manchester United © Imago

Henrik Larsson

Es war das letzte große Hurra des schwedischen Angreifers, der bereits bei Celtic Glasgow und dem FC Barcelona zum Idol geworden war. 2007 wurde der Stürmer aufgrund von großer Personalnot in Uniteds Offensive für zwei Monate von Helsingborg nach England verliehen.

Der Angreifer zeigte, dass er es auch mit 35 noch drauf hatte. Er erzielte zwei Treffer in 13 Spielen und setzte in der kurzen Zeit immer wieder Sturmpartner Wayne Rooney in Szene. Der Lohn: Der Titelgewinn in der Premier League. Zwei Jahre später hängte Larsson die Schuhe an den Nagel.

Bastian Schweinsteiger blieb zwei Jahre bei Manchester United.
Bastian Schweinsteiger blieb zwei Jahre bei Manchester United. © Getty Images

Bastian Schweinsteiger

Die Bayern-Legende folgte im Sommer 2015 als 31-Jähriger dem Ruf seines großen Förderers Louis van Gaal nach England. Immerhin hatte der niederländische Trainer den Deutschen während der gemeinsamen Zeit bei Bayern ins zentrale Mittelfeld beordert und damit Schweinsteigers beste Zeit in der Karriere eingeleitet.

Pech für Schweinsteiger: Van Gaal musste bereits im Mai 2016 gehen und sein Nachfolger José Mourinho sortierte den Weltmeister aus. "Bei ihm tut es mir leid, was ich getan habe", meinte Mourinho später. Nach zwei Jahren in der Premier League zog Schweinsteiger weiter zu Chicago Fire und beendete seine Karriere dort im Jahr 2019. 

Bastian Schweinsteiger hatte bei Manchester United eine schwere Zeit
Bastian Schweinsteiger hatte bei Manchester United eine schwere Zeit © Imago

Victor Valdés 

Beim FC Barcelona war der Spanier die Nummer eins und sammelte als Teamkollege von Lionel Messi bei den Katalanen satte 23 Titel. Mit 33 Jahren ging der Keeper 2015 zu Manchester United, kam dort aber nie an Stammtorwart David de Gea vorbei und saß fast immer auf der Bank.

Für die Red Devils machte er nur zwei Partien. 2016 verlieh ihn der Klub für drei Monate zu Standard Lüttich und wenig später gab ManUnited den Keeper ablösefrei an Middlesbrough ab. 

Zlatan Ibrahimovic 

Der Superstar zeigte Manchester in seiner Zeit von 2016 bis 2018 seine Weltklasse. Der exzentrische Stürmer kam von Paris Saint-Germain in die Premier League und zeigte im Alter von 34 immer noch Topleistungen.

In seiner ersten Saison erzielte der Schwede 28 Treffer und schoss sein Team im Finale des League Cup mit einem Doppelpack quasi im Alleingang zum 3:2-Sieg gegen Southampton. Zu Beginn der Saison 2017 riss sich Ibrahimovic das Kreuzband und lief danach nicht mehr für ManUnited auf. Nun ist er mit 39 Jahren beim AC Mailand ein absoluter Leistungsträger.