Arsène Wenger (r.) war 2017 noch Trainer von Mesut Özil beim FC Arsenal
Arsène Wenger (r.) war 2017 noch Trainer von Mesut Özil beim FC Arsenal © Imago
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Die Karriere von Mesut Özil ist auf einem Abstellgleis angelangt. Für seinen Ex-Trainer Arsène Wenger ist diese Entwicklung eine "Schande". Er wirft ihm Fehler vor.

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Der Abstieg des früheren Nationalspielers Mesut Özil beim englischen Topklub FC Arsenal zum Dauerreservisten ist für seinen Ex-Teammanager Arsène Wenger "eine Schande".

In einem Interview mit der Welt am Sonntag bezeichnete die französische Trainer-Ikone die seit Monaten bestehende Zuschauerrolle des Weltmeisters von 2014 bei den Gunners als "eine Verschwendung, für ihn und für alle, die Fußball lieben. Er ist einer der ganz Großen. Leute gehen ins Stadion, um Spieler wie ihn zu sehen".

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Wie viele Beobachter kennt Wenger, der Özil 2013 vom spanischen Rekordmeister Real Madrid zu Arsenal geholt hatte, die Hintergründe für die Situation des gebürtigen Gelsenkircheners auf der Insel nach eigenen Angaben nicht.

Wenger über Özil: "Vom Radar verschwunden"

"Er ist vom Radar verschwunden, als ich den Klub verlassen habe. Er ist ein Künstler. Aber für Künstler ist kein Platz mehr im modernen Fußball. Die wahren Gründe, wieso er nicht da steht, wo er stehen müsste, sind mir ein Rätsel", ergänzte der 70-Jährige.

Özil war kürzlich von Arsenals Teammanager Mikel Arteta nicht für den Europa-League-Kader der Engländer nominiert worden. Seit Monaten hat der 31-Jährige bei Arteta sportlich - trotz eines persönlich guten Verhältnisses - einen schweren Stand. Seinen bislang letzten Einsatz für Arsenal bestritt der 92-malige Nationalspieler Anfang März noch vor der Corona-Unterbrechung. 

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Seit Ende Juni stand Özil auch nicht mehr im Aufgebot. Der Vertrag des früheren Schalker und Bremer Bundesliga-Spielers läuft am Saisonende aus. Die Vereinsführung will den Spitzenverdiener der Mannschaft - Özil kassiert 350.000 Pfund pro Woche - schon seit geraumer Zeit abgeben, allerdings scheiterten diese Bemühungen bislang an Özils Ablehnung eines vorzeitigen Vereinswechsels.

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Bild mit Erdogan als Anfang vom Ende

Ein Aspekt für die negative Entwicklung von Özils Laufbahn könnte aus Sicht von Wenger, der 2018 nach 22 Jahren beim Londoner Spitzenklub seinen Platz geräumt hatte, der Rücktritt des Mittelfeldregisseurs aus der deutschen Nationalelf nach der Debatte um sein Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im Vorfeld der WM 2018 in Russland gewesen sein.

"Ich habe es noch nie gemocht, wenn Spieler bei der Nationalelf hingeschmissen haben. Irgendetwas geht und stirbt dann in ihnen. Nachdem die Tür zu war, habe ich nur Spieler gesehen, bei denen es abwärts ging. Bei keinem ging es danach aufwärts. Ich mag seine Entscheidung nicht. Ich denke, sie war ein Fehler", erklärte Wenger.