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Elf deutsche Spieler stehen momentan in der Premier League unter Vertrag. SPORT1 wirft einen Blick darauf, wie der erste Spieltag für die deutschen Exporte lief.

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In der Premier League rollt seit dem Wochenende wieder der Ball. Mit dabei sind auch elf deutsche Profis, die in den englischen Klubs unter Vertrag stehen. SPORT1 liefert den Überblick, wie sie den Auftaktspieltag erlebt haben.

Loris Karius (FC Liverpool)

Der Unglücksrabe vom Champions League-Finale 2018 ist diesen Sommer von seiner Leihe von Besiktas Istanbul zurückgekehrt. Bei Liverpool reicht es für den ehemaligen Mainzer aktuell nicht einmal zum Ersatztorwart.

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Diese Rolle hat der Brasilianer Adrián inne. Deshalb war Karius am ersten Spieltag nicht im Kader. Ein Wechsel scheint der logische Ausweg, doch bisherige Transfergerüchte um Hannover 96 oder Montpellier blieben bislang eben nur Gerüchte.

Mesut Özil (FC Arsenal)

Die fußballerische Klasse des Weltmeisters von 2014 ist unbestritten, doch an seiner Arbeitseinstellung scheint sich Trainer Mikel Arteta zu stoßen. Seit der Corona-Pause ist für Özil kein Platz mehr im Kader Arsenals.

So auch am ersten Spieltag dieser Saison. Zu einem Wechsel wird es wohl trotzdem nicht kommen, da Özil seinen gut dotierten Vertrag im Zweifel absitzen will.

Ilkay Gündogan (Manchester City)

Der deutsche Nationalspieler und sein Team Manchester City hatten am ersten Premier League Wochenende noch keine Partie, da sie im Viertelfinale der Champions League vertreten waren. Das angesetzte Heimspiel gegen Aston Villa wurde bisher noch nicht neu terminiert.

Shkodran Mustafi (FC Arsenal)

Mit Mustafi verpasste ein weiterer Weltmeister von 2014 das erste Spiel der Gunners. Bei dem Innenverteidiger hatte die Nichtberücksichtigung aber Verletzungsgründe. Er hatte sich im FA-Cup-Halbfinale das Knie überdehnt und musste sogar operiert werden.

Wenn er seine Verletzung überstanden hat, stehen die Chancen jedoch nicht schlecht, dass er viele Spielminuten sammeln darf. Denn seitdem Arteta das Traineramt übernommen hat, gehörte Mustafi zur Stamm-Innenverteidigung.

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Max Meyer (Crystal Palace)

Der ehemalige Schalker kam beim Sieg von Crystal Palace über Ralph Hasenhüttels FC Southampton nicht über die Reservistenrolle hinaus. Er saß 90 Minuten auf der Bank, welche er schon aus der Vorsaison sehr gut kennt.

In den vergangen 38 Premier-League-Spielen seiner Mannschaft saß er 16 Mal über die volle Distanz auf der Bank. Er kam am Ende auf 649 Spielminuten in 17 Einsätzen. Besserung ist auch diese Saison bislang nicht in Sicht.

Antonio Rüdiger (FC Chelsea)

Auch der deutsche Nationalspieler musste den Auftakt seiner Blues von der Bank aus verfolgen. Im neuen Starensemble an der Stamford Bridge war für Rüdiger im ersten Spiel kein Platz, obwohl die Defensive die größte Baustelle der Londoner ist.

Seine Konkurrenten Kurt Zouma und Andreas Christensen erhielten den Vorzug. Neuzugang Thiago Silva von PSG ist noch verletzt. Aber sobald er wieder fit ist, wird er einen Stammplatz beanspruchen.

Deshalb wird es einen spannenden Dreikampf um die Rolle des zweiten Innenverteidigers geben. Rüdigers Nichtberücksichtigung in der ersten Partie bedeutet indes nicht, dass er in diesem Kampf chancenlos ist.

Pascal Groß (Brighton & Hove Albion)

Der ehemaliger Ingolstädter spielt seit dem Bundesligaabstieg der Schanzer 2017 für Brighton. Beim damaligen Premier-League-Aufsteiger avancierte er schnell zum Schlüsselspieler. Vor allem seine gefährlichen Flanken hatten wichtigen Anteil am folgenden Klassenerhalt.

Gegen Ende der vergangenen Saison verlor der offensive Mittelfeldspieler seinen Stammplatz, und Trainer Graham Potter scheint ihn auch in der neuen Saison zunächst nicht in der ersten Elf zu sehen.

Im ersten Spiel der Saison 2020/21 reichte es für Groß nur zu etwa zehn Minuten Spielzeit. Er wurde in der 79. Minute beim Stand von 1:3 eingewechselt und konnte die Niederlage gegen den FC Chelsea nicht mehr verhindern.

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Robin Koch (Leeds United)

Der dreimalige deutsche Nationalspieler wechselte diesen Sommer vom SC Freiburg auf die Insel. Im ersten Spiel des Aufsteigers aus Leeds gegen Meister FC Liverpool war er direkt in der Startelf. Für Koch begann die Premier-League-Karriere denkbar bitter. Er verursachte nach nicht einmal fünf Minuten einen Handelfmeter, den Mo Salah verwandelte. Kurze Zeit später verlor er Virgil van Dijk bei einer Ecke aus den Augen, der zur erneuten Reds-Führung einköpfte.

Auch beim dritten Gegentor seiner Mannschaft war er in der Nähe und erneut van Dijk zugeteilt. Da aber Salah das 3:2 erzielte, traf Koch bei diesem Treffer nicht die Hauptschuld. Insgesamt war es ein sehr unglückliches Debüt für den Deutschen, aber auch ein mehr als wildes Spiel, in dem Leeds nichts zu verlieren hatte. Am Samstag gegen Mitaufsteiger Fulham gilt es für die Peacocks, defensiv stabiler zu stehen. Für Robin Koch heißt das: Weniger Fehler machen.

Bernd Leno (FC Arsenal)

Nach langer Verletzungspause gab Bernd Leno am ersten Spieltag der neuen Saison sein Comeback für die Gunners. Sein Vertreter Emiliano Martínez zeigte am Ende der letzten Spielzeit zwar herausragende Leistungen. Für Mikel Arteta ist Leno aber offensichtlich die unangefochtene Nummer eins.

Deshalb entschied sich Martínez jetzt, zu Ligakonkurrent Aston Villa zu wechseln. Leno hatte im London-Derby gegen Aufsteiger Fulham wenig zu tun. Er zeigte eine souveräne Leistung, der FC Arsenal gewann mit 3:0.

Timo Werner (FC Chelsea)

Der ehemalige Leipziger legte den wohl besten Start der deutschen Profis in die neue Premier League Saison hin. Schon nach 23 Minuten zeigte er, weshalb Chelsea-Eigner Roman Abramovich bereit war, über 60 Millionen Euro für ihn auf den Tisch zu legen.

Nach einem Steckpass von Jorginho legte Werner den Ball an Torwart Matt Ryan vorbei, der sich nur mit einem Foul zu helfen wusste. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jorginho sicher.

Diese Szene war symptomatisch für Werners Debüt. Er schaffte es immer wieder die Defensive der Seagulls mit seiner Schnelligkeit vor ernsthafte Probleme zu stellen. Seine Tiefenläufe waren das Kernelement von Chelseas Umschaltspiel. An den anderen Treffern beim 3:1 Sieg war Werner nicht beteiligt, aber es war dennoch ein rundum gelungener Auftakt für den 24-Jährigen.

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Kai Havertz (FC Chelsea)

Der teuerste deutsche Fußballer aller Zeiten stand direkt in seinem ersten Spiel in der Startelf. Frank Lampard setzte gegen Brighton auf die volle Offensive und bot den 21-Jährigen auf dem Flügel auf. Es war ein solides Debüt für die Nummer 29.

Er spielte unaufgeregt, brachte 88 Prozent seiner Pässe an den Mann – eine sehr gute Quote für einen Offensivmann – und arbeitete fleißig gegen den Ball. Zumeist wählte er die einfachen Pässe, aber wer will ihm das in seinem ersten Auftritt verübeln?

Zwar ging auf Twitter ein Video viral, dass einen Fehlpass von Havertz ins Seitenaus zeigte. Aber dieser spiegelte keineswegs seine Leistung wider. Es ist noch Luft nach oben für das Mega-Talent, aber es war ein guter Anfang.