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Mit der Verpflichtung von Kai Havertz ist dem FC Chelsea der nächste Transfercoup gelungen. Die Transferoffensive der Blues birgt jedoch auch Risiken.

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Mit der Verpflichtung von Kai Havertz setzt der FC Chelsea das nächste Warnsignal an die nationale und internationale Konkurrenz.

Der Deutsche ist bereits der sechste namhafte Neuzugang der Blues in dieser Transferperiode. Doch trotz der zahlreichen Zugänge läuft auch bei den Blues in diesem Transferfenster nicht alles nach Plan. Denn statt "Kai Havertz" stellte der Champions-League-Sieger von 2012 auf seiner offiziellen Webseite zunächst "Kia Havertz" vor.

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Bevor das Medien-Team der Blues diesen Schreibfehler beheben konnte, machte die verpatzte Verkündung bereits im Netz die Runde. Auf Twitter schrieb ein User: "Ich kann es kaum erwarten, Kia Havertz mit Honda Ziyech, Chevrolet Pulisic und Tesla Werner spielen zu sehen."

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Chelsea auf Shopping-Tour - kein Platz für Eigengewächse?

Abgesehen von dieser kleinen Panne geben sich die Blues in diesem Sommer auf dem Transfermarkt bislang keine Blöße. Nach Platz vier in der Premier League und dem Einzug in die K.-o.-Run­de der Champions League soll im nächsten Jahr wieder um Titel gespielt werden. Dafür stellte Besitzer Roman Abramowitsch, dem erste Fans und Medien bereits unterstellten, kein Interesse mehr an seinem Spielzeug FC Chelsea zu haben, über 200 Millionen Euro für Transfers zur Verfügung.

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Einen großen Batzen dieses Betrags gaben die Blues nun für Havertz aus, der damit seinen Nationalmannschaftskollegen Timo Werner als Königstransfer der Londoner ablöste. Der Mittelfeldspieler kostet - inklusive möglicher Boni - bis zu 100 Millionen Euro. Die englischen Medien feierten den Wechsel des 21-Jährigen nach London. In der britischen Boulevardzeitung Daily Mail wurde gar von einem "sensationellen Transfer" geschrieben.

Doch die Transferoffensive birgt auch Risiken. Eigengewächse wie Mason Mount, Fikayo Tomori oder Callum Hudson-Odoi, die in der abgelaufenen Saison auf viel Spielzeit beim Londoner Klub kamen, könnten sich in der neuen Saison auf der Bank wiederfinden.

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Innenverteidiger Tomori kämpft nach den ablösefreien Verpflichtungen von Routinier Thiago Silva und Talent Malang Sarr wohl eher um Rang drei bei den Innenverteidigern als um einen Platz in der ersten Elf.

Mittelfeldspieler Mount, der in der vergangenen Saison Trainer Frank Lampard von Derby County nach London gefolgt war, ist nach der Verpflichtung von Havertz wohl nur noch zweite Wahl auf der Zehn.

Flügelspieler Hudson-Odoi, der bevorzugt auf der linken Außenbahn agiert, wurde erst im Winter Christian Pulisic vor die Nase gesetzt. Große Hoffnungen auf einen Stammplatz auf der rechten Seite braucht sich der 19-Jährige nach der Verpflichtung von Hakim Ziyech wohl auch nicht machen.

Klaut Werner Abraham den Stammplatz?

Selbst Stürmer Tammy Abraham, der mit 15 Toren bester Torschütze seiner Mannschaft in der Premier League war, könnte aus der ersten Elf fallen, falls Lampard ein System mit nur einer Spitze spielen lässt.

Das Chelsea-Eigengewächs könnte jedoch davon profitieren, dass Werner bevorzugt als Teil einer Doppelspitze agiert. Abraham könnte dabei eine ähnliche Rolle einnehmen wie Werners Ex-Teamkollegen Patrick Schick und Yussuf Poulsen.

Angesichts der namhaften Neuzugänge könnte sich von den Senkrechtstartern der vergangenen Saison mit Reece James nur einer in der neuen Stammelf der Blues wiederfinden. Der Rechtsverteidiger profitiert davon, dass die Blues keinen Konkurrenten auf seiner Position verpflichtet haben.

Falls die jungen Spieler nicht bereit sind, ihre neue alte Reservistenrolle anzunehmen, könnten die Blues auf ihr berühmtes Leih-Modell zurückgreifen. Ob Lampard aber von einer erneuten Leih-Armee ein Fan wäre? Wahrscheinlich nicht, immerhin tanzt der FC Chelsea in der kommenden Saison auf vier Hochzeiten. Und auf diesen möchte man so lange wie möglich tanzen.