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Liverpool-Coach Jürgen Klopp gibt sich hinsichtlich seiner Zukunft ungewohnt offen - und schließt dabei auch die baldige Trainer-Rente nicht aus.

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Ist der Trainer Jürgen Klopp womöglich schon bald Geschichte?

Der Erfolgscoach des FC Liverpool kokettiert mit dem Ende seiner Karriere nach Ablauf seines Vertrages im Sommer 2024.

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"Ich werde ein Jahr pausieren und mich danach fragen, ob ich den Fußball vermisse. Wenn ich das verneine, dann war es das mit dem Trainer Jürgen Klopp", sagte der 53-Jährige im Sportbuzzer-Interview.

Klopp, der in den vergangenen Jahren immer wieder auch als potenzieller Bundestrainer und Nachfolger für Joachim Löw gehandelt worden war, räumte dabei auch ein, dass ihn der Trainerjob mitunter ziemlich zermürbe.

"Wenn ich eines Tages nicht mehr Trainer bin, werde ich eines nicht vermissen: Die brutale Anspannung unmittelbar vor dem Spiel. Das ist nicht vergnügungssteuerpflichtig", so der frühere Erfolgscoach von Borussia Dortmund.

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Klopp: "Lege mich nicht mehr mit Gott und der Welt an"

Klopp erklärte, sich in seiner Funktion durchaus verändert zu haben – vor allem emotional hinsichtlich des Umgang mit seinen berühmten Ausrastern.

Er sei "immer noch mit allem, was ich habe, dabei, bin auch immer noch ein Gerechtigkeitsfanatiker, lege mich aber nicht mehr mit Gott und der Welt an. Es bringt nichts, kostet Kraft und sieht im Fernsehen furchtbar aus. Ich war manchmal selbst erschrocken, wie ich aus der Wäsche fuhr und guckte. Ich konnte das früher nicht kontrollieren. Jetzt kann ich es."

Bewertungen und Lob, er sei der der beste Trainer der Welt, wiegelte Liverpools Meistermacher, der im Vorjahr auch die Champions League gewann, ab: "Ich halte ihn (Guardiola, Ann. d. Red.) für den Besten. Peps Mannschaften spielen Peps Fußball, man sieht und sah immer eine unverwechselbare Handschrift."

Seine eigene Entwicklung und Qualität will Klopp damit gleichwohl nicht schmälern: "Ich bin jetzt ein besserer Trainer als vor zehn Jahren, das Gesamtpaket Klopp ist stimmiger, vielschichtiger. Es ist in meinem Job in England essenziell, in allen Bereichen möglichst die Besten und Motiviertesten zu finden und für sich zu gewinnen. Das ist die hohe Kunst und größte Herausforderung. Spieler, Trainer, Physios, Masseure, Ärzte, Videoanalysten, in der Ernährungsberatung, Kommunikation - überall."

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FC Liverpool weiter erfolgshungrig

Liverpool sei "sensationell aufgestellt. Ich vertraue meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu 100 Prozent, der LFC ist weit entfernt von einer One-Man-Show."

Dass der Erfolgshunger nachlassen könnte, verneinte Klopp: "Wir verteidigen keine Titel, wir wollen neue holen, haben gerade erst angefangen mit dem Gewinnen. Der gesamte Verein ist heiß auf die neue Saison, will es noch besser machen. Wir wollen die Gegner und den Ball über den gesamten Platz jagen, weiter eine super unangenehme Mannschaft sein, gegen die es keinen Spaß macht zu kicken."