Manchester United ist seit dem Restart in der Premier League gut drauf
Manchester United ist seit dem Restart in der Premier League gut drauf © Getty Images
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München - Manchester United hat gute Chancen, sich für die Champions League zu qualifizieren. Danach sah es lange Zeit gar nicht aus. Drei Spieler sind entscheidend.

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Es waren in der Saison 2019/20 gerade mal neun Spieltage in der Premier League gespielt, da schrieben britische Zeitungen bereits das "schlechteste Manchester United der Geschichte" in Grund und Boden.

Damals, im Herbst 2019, wurde massiv Kritik geäußert, Trainer Ole Gunnar Solskjaer stand vor dem Rauswurf. Magere zehn Punkte aus neun Partien bedeuteten Platz 14.

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Doch rund neun Monate später stellt sich die Situation ganz anders dar. ManUnited ist mittendrin im Rennen um die Champions League. Zwar sind die Red Devils auf weitere Patzer von Leicester oder Chelsea angewiesen (wie am Mittwoch passiert), doch als Fünfte befinden sie sich in Lauerstellung. (Tabelle der Premier League)

Bleibt die Champions-League-Sperre des Stadtrivalen Manchester City bestehen, könnte Platz fünf sogar schon für die Teilnahme an der Königsklasse reichen.

Aber wie hat Solskjaer den Turnaround mit seinem Team hinbekommen? Der jüngste Erfolg basiert auf verschiedenen Veränderungen.

Bruno Fernandes für ManUnited schon Gold wert

Da ist allen voran Winter-Neuzugang Bruno Fernandes zu nennen, der das Spiel von ManUnited auf ein ganz anderes Niveau katapultiert hat. Der Portugiese, den sich der Manchester-Klub 55 Millionen Euro hat kosten lassen, sorgt einerseits für Kompaktheit im Mittelfeld, ist darüber hinaus aber ungemein torgefährlich. 

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Fünf Treffer und drei Vorlagen stehen in acht Premier-League-Spielen zu Buche. Bei Brighton & Hove Albion (3:0 für Manchester United) am Dienstag schnürte er den ersten Doppelpack für seinen neuen Klub.

Doch viel wichtiger: Fernandes hat der Mannschaft psychisch einen Schub gegeben. "Ich habe diesen einen Game-Changer. Wir haben einige Topspieler und Bruno ist gekommen und war fantastisch. Er bringt diese Siegermentalität mit, diese 99 Prozent sind nicht genug - es müssen 100 Prozent sein", schwärmte Solskjaer vom 25 Jahre alten Nationalspieler.

Solskjaer lobt Youngster Greenwood

Und wo der Norweger schon einmal dabei war, lobte er auch einen weiteren seiner Schützlinge, der immer wichtiger wird. Mason Greenwood hatte gegen Brighton ein schönes Solo mit einem Tor gekrönt. "Wir wissen, dass Mason Greenwood solche Tore schießen kann, aber er wird stärker. Der Lockdown hat ihm geholfen", sagte Solskjaer am Dienstagabend und ergänzte voller Vorfreude: "Es wird aufregend sein, ihn zu verfolgen."

Greenwood hat seit Saisonbeginn eine phänomenale Entwicklung hingelegt. Mit gerade einmal 18 Jahren hat sich der Offensivmann im Team etabliert. Es wird nicht mehr lange dauern, bis er sein Debüt in der englischen Nationalmannschaft geben wird.

ManUnited-Legende Sir Alex Ferguson hatte Greenwood bereits vor Jahren eine große Karriere prophezeit. Offenbar wird er recht behalten. Seine sechs Saisontore sind so viele wie von keinem anderen U19-Spieler von United seit Wayne Rooneys neun Treffern in der Saison 2003/04.

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Pogba wie ein Neuzugang

Während der Youngster und Fernandes echte Neuzugänge sind, gibt es seit kurzem auch einen Quasi-Neuzugang bei den Red Devils.

Paul Pogba ist nach einem Seuchenjahr nach der Corona-Pause endlich zurückgekehrt - und wie. Nachdem der Weltmeister beinahe die komplette bisherige Saison wegen Sprunggelenksproblemen verpasst hatte, nutzte er die Unterbrechung, um zu alter Stärke zurückzufinden.

Nun hat der Mittelfeldchef in drei Partien schon zwei Tore aufgelegt. Zwar reicht die Kondition noch nicht für 90 Minuten, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Und mit Pogba in alter Form wird Manchester bereit sein, sollten die Konkurrenten im Kampf um die Königsklasse Federn lassen.