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München - Ein rassistisches Banner überschattet die Gala von Manchester City gegen den FC Burnley. Nicht nur Burnley, auch Jürgen Klopp kritisiert die Aktion.

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Ein Flugzeugbanner mit einer rassistischen Botschaft hat die 5:0-Gala von Manchester City gegen den FC Burnley und das Comeback von Leroy Sané überschattet.

Unmittelbar vor dem Anpfiff schwebte ein Kleinflugzeug der Marke Cessna über das Etihad Stadium, das ein Transparent mit der Botschaft "White Lives Matter Burnley" hinter sich her zog.

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Praktisch zeitgleich hatten sich die Spieler, die wie alle Teams beim Restart statt ihrer Namen den Schriftzug "Black Lives Matter" auf dem Rücken trugen, auf dem Rasen niedergekniet, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

"White Lives Matter Burnley" war über dem Etihad Stadium zu lesen
"White Lives Matter Burnley" war über dem Etihad Stadium zu lesen © Imago

FC Burnley verurteilt rassistische Aktion

"Der Burnley Football Club verurteilt die Aktion derjenigen aufs Schärfste, die für das Flugzeug und das beleidigende Banner, das am Montagabend über das Etihad Stadium flog, verantwortlich waren", teilte der FC Burnley noch während des Spiels mit: "Wir möchten klarstellen, dass die Verantwortlichen im Turf Moor nicht willkommen sind. Dies entspricht in keiner Weise dem, wofür der Burnley Football Club steht, und wir werden voll und ganz mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu ermitteln und lebenslange Verbote auszusprechen."

Darüber hinaus entschuldigte sich der Verein bei "der Premier League, Manchester City und all denjenigen, die für Black Lives Matter einstehen".

Auch Burnley-Kapitän Ben Mee zeigte sich nach Abpfiff geschockt: "Ich schäme mich dafür.  Es ist mir peinlich, dass eine kleine Anzahl unserer Fans beschlossen hat, so etwas um das Stadion herum zu zeigen." Die verantwortlichen Fans sollen "im 21. Jahrhundert ankommen", ergänzte der 30-Jährige.

Klopp: "Nicht da, wo wir sein wollen"

Doch nicht nur der FC Burnley kritisierte die Aktion, auch Jürgen Klopp äußerte sich zum Rassismus-Skandal. "Das zeigt, dass wir noch nicht da sind, wo wir sein wollen", sagte der Trainer des FC Liverpool Sky Sports.

Es sei klar, dass alle Leben zählen, "aber in diesem Moment, nachdem was in Amerika und nicht nur da passiert ist, muss man das nicht extra erwähnen. Das zeigt nur, dass du nichts verstanden hast", sagte Klopp.

Es gebe in dieser Generation offensichtlich immer noch Leute, die es nicht verstehen wollen. "Wir müssen früher damit anfangen, unsere Kinder früher aufklären", erklärte der 53-Jährige. "Wir müssen ihnen vom ersten Tag die Gleichberechtigung erklären. Vielleicht haben wir das in der Vergangenheit versäumt."

Am Dienstagabend betonte Burnley in einer weiteren Erklärung, "fest hinter" der "Black Lives Matter"-Bewegung und den Worten seines Kapitäns zu stehen. Präsident Mike Garlick und Geschäftsführer Neil Hart distanzierten sich im Namen des Vereins zudem erneut "von Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art".

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Seit dem gewaltsamen Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd nach Polizeigewalt protestieren weltweit hunderttausende Menschen gegen Rassismus - unter dem Motto"Black Lives Matter" (Schwarze Leben zählen).