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München - Meister-Coach Jürgen Klopp wird in Liverpool als Held gefeiert. Dabei habe er nur ein Talent, wie er sagt. Er spricht aber auch über die Zukuft von BVB-Juwel Jadon Sancho.

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Es sind gerade aufregende Tage im Leben des Jürgen Klopp.

Erstmals in der Geschichte hat mit ihm ein deutscher Trainer eine englische Mannschaft zum Titelgewinn in der Premier League geführt.

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Viele sehen in ihm auch den wichtigsten Faktor der ersten Meisterschaft des FC Liverpool seit 30 Jahren.

Er selbst kann mit diesen Kompliment nur bedingt etwas anfangen. "Wenn ich ein Talent habe, dann wohl das, dass ich extrem gute Leute zusammenbringen kann. Mein Trainerstab ist zum Beispiel außergewöhnlich, es gibt aber nicht dieses eine Paraderezept", sagte der Meistecoach im Bild-Interview: "Wichtig ist aber auch, dass wir uns ständig weiterentwickelt haben."

Klopp: Das ist anders als beim BVB

Entscheidend sei darüber hinaus gewesen, dass er eine über Jahre eine eingespielte, großartige Mannschaft trainieren könne. Dies war bei seiner vorherigen Station beim BVB anders.

"Das Problem in Dortmund war, dass unsere Mannschaft zerpflückt wurde. Das ist hier nicht passiert und jetzt ist die Mannschaft seit zweieinhalb Jahren außergewöhnlich konstant", erklärte der gebürtige Stuttgarter.

In Dortmund musste er immmer wieder Leistungsträger wie Robert Lewandowski, Mats Hummels oder Mario Götze ersetzen, die allesamt zum FC Bayern abwanderten.

Dass der BVB in Kürze Jadon Sancho an Liverpool verliert, hält Klopp indes für unwahrscheinlich. "Jadon würde das rote Trikot sehr gut stehen", sagte er zwar scherzhaft. "Ich glaube aber nicht, dass so ein Transfer in diesem Sommer über die Bühne gehen wird. Er ist ein hochinteressanter Spieler. Wenn er nach Liverpool wechseln würde, wäre ich aber der Überraschteste von allen."

Klopp schließt baldigen Wechsel zum DFB aus

Einen Wechsel zum DFB als Bundestrainer im Jahr 2024 schloss Klopp aus. "Das würde heißen, ich würde direkt nach Ende meines Vertrages übernehmen, ohne Vorbereitung - nee!", sagte er.

Der 53-Jährige machte zwar aus seiner Heimatliebe kein Geheimnis: "Ich bin in Deutschland aufgewachsen, bin Deutscher und bin das super gerne." Aber: "Ich bin jetzt hier bei Liverpool und habe darüber hinaus keine weiterführenden Pläne."

Überhaupt denkt er auch schon an die Zeit nach seiner Karriere. "Wir haben keine Probleme, uns jetzt schon auf die Zeit zu freuen, wenn ich mal nicht mehr Trainer bin und wir dann mehr Zeit haben wir Dinge, die wir auch gut finden", sagte Klopp in Bezug auf seine Ehefrau Ulla.

"Ich liebe sie über alles, wir sind ein Sensationsteam, zusammen mit den Jungs. Ohne sie wäre ich gar nichts!"