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London - Die Corona-Pandemie wirbelt sämtliche Gewohnheiten der Fußballgemeinde auf. Auch die Premier League darf eine historische Regel bei der TV-Übertragung brechen.

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Tabubruch in der Premier League!

Künftig können auch die Samstagsspiele um 15 Uhr britischer Zeit auf der Insel live im Fernsehen übertragen werden.

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Die Europäische Fußball-Union hob eine Sperre für TV-Übertragungen für diese Anstoßzeit für den Rest der Saison auf, die Partien könnten nun genauso wie die Spiele um 12.30 Uhr und 17.30 Uhr Ortszeit für alle englischen Fußballfans live im Fernsehen gezeigt werden.

Bisher verbietet es die sogenannte "Blackout Rule", dass Fußballpartien am Samstag zwischen 14.45 Uhr und 17.15 Uhr englischer Zeit im Mutterland des Fußballs live im Fernsehen gezeigt werden.

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Fortsetzung der Premier League offen

Diese Regelung besteht seit Beginn der 60er-Jahre und geht zurück auf Bob Lord, den damaligen Vorsitzenden des FC Burnley. Ziel war es, dass die Fans ins Stadion gehen sollten, um ihren lokalen Verein zu unterstützen, anstatt Topspiele von der Couch aus zu verfolgen.

Über Jahrzehnte hinweg sicherte der "TV-Blackout" weiterhin hohe Zuschauerzahlen am Samstagnachmittag in den Stadien in England und Schottland. Wegen der Coronakrise hatten beide Ligen den Tabubruch geplant und bei der UEFA angefragt.

Derzeit ruht in beiden Ligen aufgrund der Coronakrise der Ball. Wann wieder gespielt werden kann, ist noch offen.

Die Aufhebung der Blackout Rule ist ein weiteres deutliches Indiz dafür, dass ein Liga-Neustart ähnlich wie in der Bundesliga vor leeren Rängen in den Stadien über die Bühne gehen würde.