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München - Als einer von nur drei Arsenal-Profis soll Mesut Özil einen Gehaltsverzicht verweigern. Ein Umdenken scheint jedoch möglich - unter bestimmten Bedingungen.

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Mesut Özil hat sich laut übereinstimmenden englischen Medienberichten als einer von wenigen Profis des FC Arsenal einem Gehaltsverzicht verweigert.

Wie die Londoner am Montag mitteilten, haben Profis und Trainerteam einem Gehaltsverzicht in Höhe von 12,5 Prozent über einen Zeitraum von zwölf Monaten von April 2020 bis März 2021 zugestimmt - offenbar jedoch mit einigen Ausnahmen.

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Berichten zufolge soll es drei Spieler geben, die sich mit den Maßnahmen vorerst nicht einverstanden zeigten und stattdessen nur eine Stundung ihres Gehalts akzeptierten, darunter auch Özil.

Özil verweigert sich vorerst Gehaltsverzicht

Dessen Berater Erkut Sögüt hatte kürzlich erklärt, ein Gehaltsaufschub sei eine Option, ein Gehaltsverzicht derzeit jedoch nicht, "wenn die Vereine immer noch denselben Umsatz machen könnten wie im vergangenen Jahr. Die genauen finanziellen Auswirkungen auf die Vereine kann man vielleicht in drei bis sechs Monaten abschätzen, aber wir können es heute noch nicht sagen."

Am Dienstag wollte sich Özils Management auf SPORT1-Nachfrage nicht weiter äußern.

Die Verhandlungen zwischen Arsenal und Özil sollen fortgeführt werden, der Weltmeister von 2014 prinzipiell auch bereit sein, mehr als die mit seinen Kollegen ausgehandelten 12,5 Prozent Einbußen hinzunehmen, sollte es die finanzielle Lage des Vereins erfordern. Der 31-Jährige gilt mit einem geschätzten Wochengehalt von rund 400.000 Euro als Topverdiener bei Arsenal.

Mit seinem Standpunkt ist Özil jedoch nicht alleine, die englische Profivereinigung hatte ihren Spielern zuletzt sogar empfohlen, einen Gehaltsverzicht nicht zu akzeptieren.

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Rückzahlungen bei Champions-League-Teilnahme

Der FC Arsenal ist daher auch der erste Premier-League-Klub, der sich mit seinen Spielern nicht nur auf Stundungen, sondern einen kompletten Gehaltsverzicht einigen konnte.

"Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir eine freiwillige Einigung mit unserem Profikader, Cheftrainer und Trainerstab erzielt haben, den Verein in dieser kritischen Zeit zu unterstützen", hieß es in einem Vereinsstatement: "In den Gesprächen gab es ein klares Verständnis dafür, wie schwerwiegend die Situation durch die COVID-19-Pandemie ist, und den großen Wunsch vonseiten der Spieler und des Staffs, ihre Unterstützung für die Arsenal-Familie zu zeigen."

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Sollten sich die Gunners für die Champions-League-Saison 2020/21 qualifizieren, erhalten die Spieler ihre Einbußen zurück. Bei einer Teilnahme an der Europa League verringern sich die Einbußen auf 7,5 Prozent des Gehalts, ohne Europapokal-Qualifikation sind die 12,5 Prozent verloren.