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Jürgen Klopp plaudert über sein Leben in der Coronakrise. Bei seinem Ausflug an den Herd überzeugt er weniger. Und Fernsehen kann mit ihm anstrengend werden.

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Bratpfanne und Spülmaschine, statt Taktiktafel und Videoanalyse: Jürgen Klopp hat den Lockdown während der Coronakrise genutzt, um neue Dinge auszuprobieren.

"Ich habe zum ersten Mal Rührei gemacht", berichtete der Trainer des FC Liverpool in einem Interview mit dem Klub-TV von seinem Ausflug an den Herd.

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Seine Frau konnte er mit seinen Kochkünsten aber offenbar nicht nachhaltig überzeugen. "Ulla war beeindruckt vom Rührei, gab mir seitdem aber keine zweite Möglichkeit und ich habe auch nicht danach gefragt", sagte Klopp. In der Küche ist er beim Abwasch wohl besser aufgehoben. "Ich bin nun für das Geschirrspülen verantwortlich. Ich genieße es und bin nun der Meister dieser kleinen Maschine."

Nächste Challenge für Klopp: Krawatte binden

Für die kommende Woche hat er schon eine neue Herausforderung ins Auge gefasst. "Ich bin jetzt 52 und kann keine Krawatte binden", gestand Klopp. "Nach dieser Woche sollte ich in der Lage sein, eine Krawatte zu binden. Die Challange wird vermutlich die ganze Woche dauern, weil meine Hände für gewöhnlich komplett nutzlos sind. Das wird lustig."

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Spaß hat der früherer Trainer von Borussia Dortmund dieser Tage auch vor dem Fernseher - sehr zum Leidwesen seiner Familie. "Ich mag Filme. Meine Lieblingsfilme sind zum Beispiel 'Waterboy', 'Dumm und Dümmer', diese richtig albernen Filme. Das Problem ist, dass ich so laut und lange lache, dass jeder, der mit mir diese Filme schaut, sich leicht belästigt und genervt fühlt, da er den nächsten Witz nicht versteht, weil ich immer noch über den vorherigen lache. Es ist kein reines Vergnügen, mit mir eine Komödie anzuschauen. Aber ich mag es und mache es auch von Zeit zu Zeit."

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Der Sport kommt aber nicht zu kurz. So hat Klopp das Laufen wieder entdeckt. "Während der Krise habe ich es einmal draußen probiert und ich habe es sehr genossen. Während des Lockdowns laufe ich fast täglich und ich habe meine Zeit verbessert. Ich habe auch eine Laufuhr bestellt", sagte er.

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Seine Spieler munterte Klopp zuletzt mit einem Video der Titelfeier nach dem Champions-League-Triumph auf, das er in die gemeinsame Chatgruppe postete. "Noch immer wahr!", habe er dazu geschrieben und seine Mannschaft aufgefordert ihre Lieblingsspiele der vergangenen Jahre zu teilen. "Da waren viele schöne dabei. Viele schickten ihre eigenen Videos, die sie auf dem Truck gemacht haben. Man sieht, dass sie es wirklich genossen haben, durch die Stadt zu fahren. Und sie fiebern etwas Ähnlichem entgegen", sagte Klopp, der mit dem FC Liverpool vor der Unterbrechung durch die Coronakrise in der Premier League klar auf Meisterkurs lag.

Klopp amüsiert sich über alte Kinderbilder

Der besonderen Umstände der Coronakrise konnte Klopp auch etwas Positives abgewinnen. "In einer Zeit, in der Social Distancing vermutlich das Wort des Jahres ist, trete ich mit einigen Leuten wieder in sozialen Kontakt, mit denen ich längere Zeit nicht gesprochen habe. Jetzt sind meine Freunde überrascht, wie aktiv ich bin."

So tauschte er etwa in einer Gruppe von Schulfreunden alte Kinderbilder aus. "Ich hatte einen wundervollen Tag, ich habe so viel gelacht, viele schöne Erinnerungen wurden dabei wach."