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München - Der FC Chelsea holte Fernando Torres 2011 für eine damals enorm hohe Summe. Ein Liverpool-Legende schildert, wie geschockt das Team damals gewesen sei.

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Fernando Torres ist einer der besten spanischen Stürmer der jüngeren Vergangenheit.

Der heute 36-Jährige, der im vergangenen Jahr seine Karriere beendete, schoss Spanien 2008 mit seinem Final-Treffer gegen Deutschland zum EM-Titel und erzielte beim FC Liverpool zwischen 2007 und 2011 65 Tore in 102 Premier-League-Spielen.

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Laut Jamie Carragher, der in einer Videokonferenz über SkySports mit John Terry über alte Zeiten plauderte, war er sogar über 18 Monate der "beste Stürmer der Welt".

Doch vor allem gegen Ende seiner Liverpool-Zeit suchte er nach seiner Form, ehe er es mit seinem Wechsel zu Chelsea weiter bergab ging.

Schon der Transfer sorgte im Lager der Reds für Verwunderung, denn Torres sei in den letzten zwölf Monaten dort "ein Schatten seiner selbst" gewesen (nur 9 PL-Tore 2010/11).

"Ich konnte es nicht glauben. Was ich damit meine: Ich wusste, dass wir Chelsea veralbert haben", schilderte Carragher.

Chelsea Torres' Lieblings-Gegner

Der damalige Reds-Verteidiger hat aber eine Vermutung, warum Chelsea trotz Torres' Formschwäche heiß auf den Angreifer war.

"Ich glaube, er hatte eine gute persönliche Bilanz gegen Chelsea und das hat sich wohl in den Köpfen der Verantwortlichen festgesetzt", sagte Carragher.

In der damaligen Saison gewann Liverpool mit 2:0 gegen Chelsea, Torres traf doppelt.

Terry bestätigte dieses Gefühl. "Aus Chelsea-Sicht war er einer der Spieler, gegen die ich es hasste, zu spielen. Es schien so, als würde er immer gegen uns treffen", erklärte der Ex-Chelsea-Verteidiger.

Terry und seine Kollegen dachten, "wir würden die Premier League für fünf oder sechs Jahre dominieren."

50-Millionen-Transfer schockt Liverpool

Dieser (Irr-)Glaube führte dazu, dass Chelsea 50 Millionen Pfund (etwa 58,5 Millionen Euro) für den Spanier hinblätterte.

"Das war eine Menge Geld in dieser Zeit", erinnerte sich Carragher: "Wir waren in einem Schockzustand."

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Natürlich sei man traurig gewesen, dass Torres ging. „Aber wir konnten nicht glauben, dass wir 50 Millionen bekommen.“

Zwar habe auch Liverpool mit Andy Carroll (kam für 41 Millionen Euro von Newcastle United) anschließend einen Transferflop gelandet, doch durch das Torres-Geld konnte auch Luis Suarez finanziert werden, der wiederum sehr gut einschlug.