Heung-Min Son (2.v.r.) meldete sich in Südkorea zum Militärdienst
Heung-Min Son (2.v.r.) meldete sich in Südkorea zum Militärdienst © dpa Picture-Alliance
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Seoul - Heung-Min Son nutzt die Coronapause in der Premier League auf besondere Weise. Der Tottenham-Star leistet seinen Militärdienst in Südkorea ab.

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Soldat statt Stürmer: Südkoreas Fußballstar Heung-Min Son hat sich in seiner Heimat zur dreiwöchigen militärischen Grundausbildung gemeldet.

Mit schwarzer Kappe, grüner Kapuzenjacke, Sporthose und einer Atemmaske zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus fand sich der 27 Jahre alte Angreifer vom Premier-League-Klub Tottenham Hotspur in einem Ausbildungslager der Marineinfanteristen auf der südlichen Ferieninsel Jeju ein. Son werde dort bis zum 8. Mai bleiben, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.

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Über die sozialen Medien hatte der Spieler die Fans und auch Journalisten darum gebeten, wegen der Coronavirus-Pandemie nicht zu seinem Dienstantritt im Ausbildungslager zu kommen.

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Basistraining und Sozialdienst für Son

Da in England wie fast überall in der Welt der Sportbetrieb wegen der Corona-Krise pausiert, nutzt der ehemalige Bundesliga-Profi des Hamburger SV und von Bayer Leverkusen die Zwangsauszeit. Son erfüllt damit die Bedingung für eine Befreiung vom regulären Dienst. Weil er mit seinem Land bei den Asienspielen 2018 die Goldmedaille gewann, war er davon freigestellt worden.

Ein Basistraining und 544 Stunden Sozialdienst muss Son dennoch leisten. Den Sozialdienst wird Son laut Yonhap in den nächsten 34 Monaten absolvieren, seinem eigentlichen Beruf als Fußball-Profi kann er in der Zeit weiter nachgehen. Die Ausbildung dauert beim Heer vier Wochen, bei den Marineinfanteristen und der Marine sind es drei Wochen. Der Wehrdienst ist in Südkorea verpflichtend und dauert eigentlich je nach Waffengattung 21 bis 24 Monate.

Der Spielbetrieb in England pausiert wegen der Pandemie auf unbestimmte Zeit, voraussichtlich mindestens bis Ende Mai. Son soll nach seiner Ausbildung nach London zurückkehren. Im Februar hatte er sich in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul wegen eines gebrochenen Unterarms einer Operation unterzogen.