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München - John Barnes hält nichts davon, dass der FC Liverpool bei einem Abbruch der Saison zum Meister der Premier League erklärt wird. Für ihn gibt es nur eine Option.

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Mit dieser Aussage dürfte sich eine Legende des FC Liverpool bei den eigenen Fans nicht gerade beliebt machen.

Für John Barnes ist die Sache dennoch klar: Die Reds dürfen bei einem vorzeitigen Saisonabbruch nicht zum Meister der Premier League erklärt werden.

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Barnes: "Wichtig, dass Saison zu Ende gespielt wird"

"Viele Leute sehen das ziemlich binär und sagen: 'Liverpool sollte einfach den Liga-Titel bekommen', weil sie 25 Punkte Vorsprung haben. Aber für die Integrität des Fußballs ist es wichtig, dass die Saison zu Ende gespielt wird", sagte Barnes bei BonusCodeBets.

Eine Annullierung der Saison ist für den ehemaligen Mittelfeldspieler daher ebenfalls keine Option. "Es ist lächerlich, man kann eine Dreiviertelsaison nicht einfach ignorieren", erklärte der 56-Jährige.

Seit 30 Jahren warten die Fans des Teams von Jürgen Klopp auf die nächste Meisterschaft. Barnes selbst erlebte den bislang letzten Triumph als Spieler mit, von 1987 bis 1997 schnürte er seine Fußballstiefel an der Anfield Road.

Zahlreiche Titel mit dem FC Liverpool

Neben 1990 holte er mit den Reds auch 1988 den Meistertitel, gewann zudem zwei Mal den FA Cup und einmal den englischen Ligapokal. Außerdem wurde der auf Jamaika geborene Barnes, der 79 Mal für die englische Nationalmannschaft auflief (10 Tore) und an den Weltmeisterschaften 1986 und 1990 teilnahm, von den Journalisten auf der Insel zwei Mal zu Englands Fußballer des Jahres gewählt (1988, 1990).

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In seinen Augen wäre es nicht sinnvoll, die Reds zum Titelträger zu küren und gleichzeitig Auf- und Absteiger auszusetzen: "Sonst könnte zum Beispiel eine Mannschaft aus der zweitklassigen Championship sagen: 'Wir waren 15 Punkte voraus, warum steigen wir nicht auf?'"

Das Credo des ehemaligen Reds-Spielers ist eindeutig. "Selbst wenn wir in drei, sechs, zehn Monaten oder sogar in einem Jahr noch spielen: Wir haben neun Spiele zu spielen und das muss respektiert werden - die nächste Saison beginnen wir dann halt zwei, drei Monate später", erklärte Barnes.

Wettbewerbe wie FA Cup streichen?

Auch eine Verschiebung der nächsten Saison ist für Barnes kein Tabu. "Natürlich möchte man in einer idealen Welt die Saison im August beginnen und im Mai beenden, aber in diesen beispiellosen Zeiten können wir vielleicht erst wieder im August anfangen und dann im Oktober abschließen, danach zwei Monate pausieren und im Januar oder Februar in die neue Saison starten".

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Einen Vorschlag, wie die zeitliche Verzögerung aufgeholt werden könnte, liefert Barnes gleich mit: "Vielleicht streichen wir den FA Cup, den Ligapokal und auch die Champions League, damit wir alle aufholen und den Weg zurück zu einem Saisonstart in den August schaffen."