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José Mourinho geht nach einer enttäuschenden Leistung hart mit Tanguy Ndombele ins Gericht. Der Spurs-Trainer macht dem Rekordeinkauf schwere Vorwürfe.

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José Mourinho ist mit einem seiner Spieler nach dem enttäuschenden Remis beim FC Burnley hart ins Gericht gegangen.

In einer erstaunlich schonungslosen Analyse machte der Trainer von Premier-League-Klub Tottenham Hotspur den Rekordeinkauf Tanguy Ndombele öffentlich zum Sündenbock.

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"Wir hatten kein Mittelfeld in der ersten Hälfte", monierte Mourinho, der Ndombele nach den ersten 45 Minuten in der Kabine ließ.

"Ich glaube, wichtiger als die Taktik ist es, Spieler im Mittelfeld zu haben, die den Ball wollen. Die ins Pressing gehen und sich den Ball holen können. Mittelfeldspieler zu haben, die Duelle gewinnen. Das hatten wir nicht", schimpfte 'The Special One'.

Ndombele war vor der Saison für 60 Millionen Euro von Olympique Lyon zu den Spurs gewechselt. Er ist der teuerste Einkauf in der Transfergeschichte des Champions-League-Finalisten. 

Mourinho: "Er muss uns mehr geben"

Neben dem 23 Jahre alten Ndombele war der erst 19-Jährige Oliver Skipp aufgelaufen. Diesen nahm Mourinho ausdrücklich von seiner Kritik aus.

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"Natürlich spreche ich nicht über Skipp, er ist ein 19 Jahre altes Kind, das vor zwei Tagen ein paar Stunden Fußball gespielt hat. Ich sehe ihn überhaupt nicht kritisch." Auch Skipp war nach der Pause nicht auf den Platz zurückgekehrt.

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Nein, es gehe ihm um Ndombele: "Ich muss sagen, dass Tanguy genug Zeit hatte, um auf ein anderes Level zu kommen." Er wisse, dass die Premier League ein hartes Pflaster sei, und einige Spieler viel Zeit zur Anpassung benötigten.

"Aber ein Spieler mit seinem Potenzial, mit seiner Verantwortung, der muss uns mehr geben", sagte Mourinho, der den gescholtenen Mittelfeld-Akteur in den letzten Wochen schon mehrfach angezählt hatte – wenn auch nicht in der selben Deutlichkeit wie eben jetzt.

Gegen Leipzig gibt es nur zwei Optionen

Mourinho hatte gegen Burnley mehrere Stammspieler schonen wollen, um mit einer möglichst ausgeruhten Elf in das Rückspiel gegen RB Leipzig in der Champions League zu gehen.

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Das erste Aufeinandertreffen im Achtelfinale hatten die Spurs mit 0:1 verloren. Mourinho gab sich dennoch kämpferisch: "Ich will gegen Leipzig nur zwei Optionen sehen: Wir gewinnen oder wir verlieren, aber verabschieden uns mit allem, was wir haben. Müde, verletzt, wir geben alles!"

Ndombele wird dabei in den Planspielen des Portugiesen allerdings wahrscheinlich keine große Rolle spielen.