Mo Salah und die Premier League boomen munter vor sich hin
Mo Salah und die Premier League boomen munter vor sich hin © Getty Images
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Der Boss der englischen Premier League gibt Einblicke in die Zukunftsplanung. Der Verkauf der TV-Rechte ist bei weitem nicht das einzige Geschäftsmodell.

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Die Premier League ist die derzeit wohl bedeutendste Liga der Welt.

Hier wird nicht nur der schnellste, intensivste und erfolgreichste Fußball gespielt, hier fließt auch das meiste Geld.

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Und vor allem das finanzielle Potenzial der englischen Elite-Liga ist immer noch nicht ausgeschöpft. Die Macher der Premier League denken bereits über ein neues Geschäftsmodell nach.

Wie Liga-Geschäftsführer Richard Masters der Daily Mail erklärte, könnte es bei der Übertragung der Spiele von Liverpool, Manchester City und Co. zu einer Revolution kommen.

Der Plan: Die Premier League will die Partien mit einem Streamingdienst im Netflix-Style selbst an den Fan bringen – die TV-Sender würden dann leer ausgehen.

Mehr Geld dank "PremFlix"?

"Während der letzten Vergabe der TV-Rechte für die Spielzeiten 2019 bis 2022 haben wir sehr viel Zeit damit verbracht und viele Ressourcen investiert, um unsere Expertise und unsere Möglichkeiten im Bereich 'Direkt-zum-Konsument' auszubauen", erklärte Masters.

Man habe beratschlagt, ob es der richtige Zeitpunkt sei, das neue Konzept "in ein paar Märkten" zu testen, entschied sich aber letztlich dagegen. Aber: "Wir waren letztes Mal bereit und wir werden das nächste Mal bereit sein, wenn sich die Möglichkeit ergibt."

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Irgendwann werde die Premier League auf einen Mix aus eigenem Streamingdienst und den traditionellen Verkäufen der TV-Rechte setzen, versicherte Masters. 

Die Premier League erhofft sich durch "PremFlix", wie die Daily Mail das Modell inoffiziell betitelte, deutlich höhere Einnahmen. Fest steht: die Begeisterung für den englischen Spitzenfußball ist nach wie vor ungebrochen.

Weltweite Nachfrage für Premier League

Zuletzt sicherte sich der Broadcaster NENT, der die Länder Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden beliefert, die Übertragungsrechte für die Spielzeiten 2022 bis 2028 – und gab dafür satte zwei Milliarden Pfund (2,36 Milliarden Euro) aus.

Derzeit verdient die Premier League durch den Verkauf der TV-Rechte rund drei Milliarden Pfund jährlich. Die Daily Mail rechnet vor, dass diese Einnahmen mit einem Streaming-Dienst im besten Fall auf 24 Milliarden Pfund ansteigen könnten.

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Voraussetzung dafür ist allerdings, dass rund 200 Millionen Haushalte weltweit im Schnitt 10 Pfund pro Monat für ein entsprechendes Abo zahlen würden.

Ob und wann es tatsächlich zu der angedachten Premier-League-Revolution kommt, ist offen. Die Liga müsste etliche technische, personelle und finanzielle Hürden nehmen, um "PremFlix" auf die Beine zu stellen. Mit Sicherheit kein einfaches oder schnelles Unterfangen.