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Nach dem Eklat im Liga-Pokal-Finale ließ Chelsea-Coach Sarri seinen Stammtorhüter auf der Bank. Mit Ersatzkeeper Caballero feierten die Blues einen wichtigen Sieg.

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Skandal-Keeper Kepa saß beim 2:0-Sieg des FC Chelsea gegen Tottenham Hotspur nur auf der Ersatzbank. Cheftrainer Maurizio Sarri setzte ein Zeichen und nahm stattdessen Ersatztorwart Willy Caballero ins Team.  

"Es ist ein Zeichen an die Mannschaft. Wir sind eine Gruppe, nicht 25 Einzelspieler", begründete Sarri seine Entscheidung kurz vor dem Anpfiff.

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Seine Entscheidung dürfte der Blues-Coach nicht bereut haben. Caballero blieb ohne Fehler, allerdings machten es ihm die Spurs-Stürmer auch einfach. Die Treffer für die Gastgeber erzielten Pedro (57.) und Kieran Trippier (84.) per Eigentor.

Sarri zieht Kopf aus der Schlinge

Damit dürfte Sarri, dessen Zukunft an der Stamford Bridge am seidenen Faden hing, seinen Job erst einmal behalten. 

Nach dem Sieg gegen die Spur kündigte Sarri auf der Pressekonferenz an, Kepa in einen der nächsten beiden Spiele wieder ins Tor zu stellen. "Kepa bleibt meine Nummer 1, wir können ihn nicht töten Wenn man jung ist, macht man Fehler."

Der Italiener hatte Kepa im Spiel am vergangenen Sonntag kurz vor dem Elfmeterschießen auswechseln wollen, nachdem der Keeper behandelt werden musste. 

Kepa weigerte sich jedoch beharrlich, weshalb Sarri ausflippte und sogar von Nationalspieler Antonio Rüdiger zurückgehalten werden musste. Nach dem Spiel bezeichnete Sarri den Vorfall zunächst als "Missverständnis". (Pressestimmen zum Skandal)

Zwei Tage später belegte ihn Chelsea wird nach seiner mit einer Geldstrafe von einem Wochengehalt. Englischen Medienberichten zufolge beläuft sich die Strafe damit auf rund 220.000 Euro. Das Geld komme einer Stiftung des Klubs zugute, hieß es weiter.

Kepa erklärte in einem Statement auf der Klub-Website, dass er einen "großen Fehler" gemacht habe, "wie ich mit der Situation umgegangen bin".