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Die Suche nach Emiliano Sala und dem wohl abgestürzten Flugzeug ist eingestellt worden. Nach seiner Familie meldet sich Barca-Star Lionel Messi mit einem Appell.

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Als die Rettungsflugzeuge auch am Donnerstag erneut ohne die geringste Spur von Emiliano Sala wieder gelandet waren, blieb nur noch eine bittere Entscheidung: Um 15.15 Uhr Ortszeit gab die Polizei der britischen Kanalinsel Guernsey das Ende der Suche nach dem vermutlich über dem Ärmelkanal abgestürzten argentinischen Fußballprofi und dem englischen Piloten David Ibbotson bekannt. Die Überlebenschancen waren zu diesem Zeitpunkt verschwindend gering.

"Wir haben diese schwierige Entscheidung getroffen, nachdem wir alle Informationen noch einmal bewertet haben, auch im Hinblick auf die Notfall-Ausrüstung an Bord des Flugzeugs", hieß es in einem Statement des zuständigen Hafenmeisters David Barker: "Die Überlebenschancen sind zu diesem Zeitpunkt äußerst gering."

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Familie von Sala fleht

Salas Schwester Romina, die aus der Heimat im argentinischen Progreso nach Cardiff geflogen war, flehte vor laufenden Kameras darum, die Suche fortzusetzen. "Ich weiß in meinem Herzen, dass Emiliano noch lebt", sagte sie.

Nantes' Trainer Vahid Halilhodzic versucht Stürmer Majeed Waris zu trösten
Nantes' Trainer Vahid Halilhodzic versucht Stürmer Majeed Waris zu trösten © Getty Images

Auch sein Vater bat die Behörden inständig mit der Suche noch nicht aufzugeben. "Das einzige, worum ich bitte, ist die Suche fortzusetzen. Er kann nicht einfach so verschwunden sein", sagte Horacio Sala örtlichen Medien in seinem argentinischen Wohnort.

Auch bei Ex-Klub Nantes wurde die Entscheidung der Polizei mit Bestürzung aufgenommen - und mit Unverständnis: Via Twitter forderte der Klub, die Suche fortzusetzen.

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Am Abend gab es dann auch noch eine Verlautbarung der argentinischen Regierung: "Präsident Mauricio Macri hat Außenminister Jorge Faurie angewiesen, bei den Regierungen des Vereinigten Königreichs und Frankreichs eine formelle Bitte einzureichen, damit die Suche fortgesetzt wird."

Messi meldet sich zu Wort

Auch Superstar Lionel Messi forderte als einer von vielen Spielern, die Suche nach seinem Landsmann wieder aufzunehmen. "Solange es noch die Möglichkeit gibt, einen Hauch von Hoffnung, sucht bitte weiter nach Emiliano! Ich sende meine ganze Kraft und Unterstützung an seine Familie und Freunde", schrieb Messi bei Instagram.

Auch wenn die aktive Suche beendet sei, werde der Fall nicht geschlossen, schrieb die Polizei in einer Mitteilung. Alle Flugzeuge und Schiffe in der betreffenden Gegend seien angehalten, nach dem mutmaßlich havarierten Flieger Ausschau zu halten. "Dies werde ohne Zeitlimit fortgesetzt", teilte Barker mit. Ob sich das Schicksal Salas aber jemals endgültig klären wird, ist höchst fraglich.

Bis Donnerstag seien an drei Tagen von drei Flugzeugen und fünf Helikoptern 4400 Quadratkilometer abgesucht worden. Von der Maschine mit Sala sei keine Spur entdeckt worden.

Sala im Schlauchboot?

Abgesucht wurden am dritten Tag nach dem vermeintlichen Absturz verschiedene Küstenabschnitte sowie zu Fuß die kleine Insel Burhou. Barker hatte am Donnerstag noch leise Hoffnung geäußert. "Im Wasser könnten sie vielleicht drei Stunden überleben, sollten sie sich jedoch in einem Schlauchboot befinden, wäre der Zeitraum größer." Ob Sala und der 60 Jahre alte Pilot jedoch Zugriff auf ein solches hatten, ist ungeklärt.

Die Anteilnahme am Schicksal des verschwundenen Stürmers hielt derweil unvermindert an. Beim 2:0 des FC Sevilla im spanischen Pokal-Viertelfinale gegen den FC Barcelona beispielsweise widmete der französische Torschütze Wissam Ben Yedder seinen Treffer dem Vermissten, enthüllte ein T-Shirt mit der Aufschrift: "An meinen Bruder, halte durch, E. Sala."

Sprachnachricht aus Flugzeug

Das in den USA registrierte Kleinflugzeug des Modells Piper PA-46 Malibu war am Montagabend auf dem Flug von Nantes nach Cardiff rund 20 Kilometer nördlich der Kanalinsel Guernsey verschwunden. Sala hatte in einer Sprachnachricht während des Flugs seine Angst vor einer Katastrophe geäußert. Nun wurden auch die Daten von Salas Handy ausgewertet, um neue Hinweise zum etwaigen Absturzort zu erhalten.

Der Stürmer hatte am vergangenen Samstag seinen Wechsel vom französischen Erstligisten FC Nantes zu Cardiff City in die englische Premier League perfekt gemacht. Die Waliser sollen eine Klub-Rekordablöse von rund 17 Millionen Euro bezahlt haben.