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Der ehemalige Arsenal-Profi Emmanuel Petit kritisiert Mesut Özil hart. Der Weltmeister äußert aber auch Verständnis, sehnt sich nach dem Özil von früher.

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Arsenal-Legende Emmanuel Petit hat gegen Mesut Özil ausgeteilt.

Der Franzose hat ein äußerst hartes Urteil über den Mittelfeldmann des FC Arsenal gefällt: Laut der englischen Zeitung Mirror sieht Petit bei dem ehemaligen deutschen Nationalspieler keine "Motivation und Leidenschaft" mehr.

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"Er sieht aus, als ob er nur auf seinen Ruhestand wartet", sagte der 48-Jährige. "Es gibt viele Spieler, die ihre Motivation verlieren. Wir sind keine Roboter. Manchmal startest du in eine neue Saison und es ist nicht mehr das Gleiche. Es ist schwierig, immer auf dem selben Level zu spielen."

Petit stellte eine klare Forderung: "Er muss über seine Frustration hinwegkommen und bis zum Ende kämpfen, um irgendwie seine Ehre zu retten."

Özil hatte nach der verkorksten WM in Russland mit Hassmails zu kämpfen und fühlte sich im Rahmen der Affäre um ein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als Opfer von Rassismus. Von Arsenal-Coach Unai Emery wurde der 30-Jährige aussortiert. Petit ist sich aber sicher: Özil kann sich zurück in die Startelf kämpfen. Dazu müsse er allerdings das Geschehene hinter sich lassen.

Petit sieht Problem bei Gehalt

Petit fürchte, dass Özils fehlende Leidenschaft mit dem hohen Gehalt und dem Titel bei der Weltmeisterschaft 2014 zusammenhänge. Mit 390.000 Euro pro Woche ist Özil der bestbezahlteste Spieler der Gunners. "Wenn du so viel Geld verdienst, viele Titel gewonnen hast und zudem auch noch private Probleme hast...", sagte Petit.

Zwar wisse er nicht, was in Özils Privatleben vor sich gehe, aber er könne "sehen, was auf dem Feld passiert und seine Körpersprache ist nicht gut". Sehr schade - findet Petit. Denn in seinen Augen sei Özil ein Klassespieler, der jedoch die Anerkennung braucht. Petits Hoffnung: "Ich wünsche mir, dass er etwas ändern kann, nicht nur für sich selbst, sondern auch für den Klub."

Petit: Wo soll Özil hingehen?

Die Zeit für einen Verkauf Özils werde langsam knapp. "Es ist Januar. In zwei Wochen schließt der Transfermarkt", merkte Petit an. Der ehemalige Mittelfeldspieler von Arsenal glaube nicht, dass Özil die Gunners verlasse. "Wo soll er hingehen? Nach China? Wollen Sie Özil dabei zusehen, wie er seine Karriere in China beendet?" Er habe nichts gegen China, aber für einen Spieler wie Özil sei das nicht das Richtige.

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Bereits Ende Dezember hatte Özil eine Schelte von Petit geerntet. "Eigentlich bin ich ein großer Fan von ihm, aber seit zwei Jahren ist er wie ein Geist", erklärte der Franzose im Gespräch mit dem Wettanbieter PaddyPower. Petit weiter: "Wo ist der Özil, der zu den besten Spielen überhaupt zählte? Der, der so viele Tore vorbereitet und selbst erzielt hat. Ich glaube, er hat seine Lust auf dem Spielfeld verloren - sie ist nicht mehr da."