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München - Seit der Entlassung von Jose Mourinho spielen Manchester United und insbesondere Paul Pogba befreit auf. Ole Gunnar Solskjaer stichelt gegen seinen Vorgänger.

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Paul Pogba hat seit dem 18. Dezember mehr Tweets abgesetzt als in den eineinhalb Monaten davor. In keinem davon fehlen positive Emojis oder das Wort "happy".

Am 18. Dezember 2018 ist Jose Mourinho bei Manchester United entlassen worden. Und Pogbas Aktivität in den Social Media ist nur ein Indiz für den eklatanten Aufschwung, den der Weltmeister und die ganze Mannschaft erfahren haben.

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Seit Mourinho weg ist, scheint eine riesige Last von den Red Devils abgefallen zu sein. Beobachter berichten von einer ganz anderen Stimmung, die beim englischen Rekordmeister herrscht.

Zwei Siege für ManUnited seit Solskjaer-Antritt

Mit 5:1 und 3:1 wurden Cardiff City und Huddersfield Town vom Platz gefegt. Der Tabellensechste bläst zur Aufholjagd auf die Spitzenteams in der Premier League. (Tabelle der Premier League)

Und einer, der voran geht wie zu seinen besten Zeiten, ist Pogba. Schon beim Debüt von Mourinhos Nachfolger Ole Gunnar Solskjaer in der walisischen Hauptstadt war der Franzose einer der Besten.

Gegen Huddersfield legte er sogar noch einen drauf. In der zweiten Halbzeit erzielte Pogba zwei sehenswerte Treffer und sicherte damit den zweiten Sieg in Folge seit Solskjaers Amtsantritt.

Imposante Zahlen von Pogba

In den beiden Partien unter dem Norweger spielte der 25-Jährige 190 Pässe in 186 Minuten, schoss acht Mal aufs Tor und brachte fünf Schlüsselpässe an den Mann. Neben seinen beiden Treffern steuerte er zwei Vorlagen bei. Imposante Zahlen.

Bei Pogbas Jubelposen war die Befreiung spürbar. Gehörte er doch zu den Spielern, die unter Mourinho am meisten leiden mussten. Der einst teuerste Kicker des Planeten suchte jahrelang seine Topform, wurde von "The Special One" in der Kapitänshierarchie degradiert, verlor zwischenzeitlich seinen Stammplatz.

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Dass zwischen den beiden Alpha-Tieren das ein oder andere Mal die Fetzen flogen, ist kein Wunder. Immer wieder tauchten Gerüchte auf, Pogba wolle so schnell wie möglich das Weite suchen.

Solskjaer stichelt gegen Mourinho

Doch nun wurde Mourinho dazu gezwungen, das Weite zu suchen. Und Pogba hat sein Lachen wiedergefunden.

"Das ist der Paul, den ich kenne, seit ich ihn in der zweiten Mannschaft trainiert habe (2009/10, Anm. d. Red.). Er war immer ein glücklicher Junge, der stets ein breites Lächeln im Gesicht hatte", stellte Solskjaer nach dem Kantersieg gegen die Truppe von David Wagner am Abend des Boxing Day treffend fest.

Der norwegische Trainer fuhr fort, nicht ohne seinem Vorgänger Mourinho ein paar Sticheleien hinterher zu schicken: "Wenn man für United spielt, sollte man glücklich sein." Diese Zufriedenheit hatte Pogba unter Mourinho gefehlt.

Der Mittelfeldspieler selbst twitterte am Mittwochabend: "Glücklich über drei Punkte und zwei Tore." Ein Tweet, der in dieser Art zuletzt auf seinem Account zu finden ist, als er bei der französischen Nationalmannschaft weilte.

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