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In der Premier League sparen sich Klubs eine Menge Geld durch die Gründung von Offshore-Firmen. N’Golo Kante spielt da beim FC Chelsea nicht mit.

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N’Golo Kante hat sich offenbar gegenüber des FC Chelsea geweigert, seine Bildrechte an Offshore-Firmen abzugeben.

Der Franzose soll aus Angst vor Ermittlungen auf die Steuervorteile, die daraus entstehen, verzichtet haben. Das berichtete der Spiegel in seiner neuesten Football-Leaks-Enthüllung.

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Die Blues haben dem Mittelfeldspieler demnach angeboten, 20 Prozent seines Gehalts über ein Unternehmen zu zahlen, das speziell für die Vermarktung von Bildrechten gegründet wurde.

Kante stellte sich bei den Vertragsverhandlungen jedoch gegen seinen Klub und weigerte sich, eine derartige Firma zu gründen. Seine Forderung: Fünf Millionen Euro Gehalt ohne die Abtretung seiner Rechte.

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Offshore-Firmen bringen Steuervorteile

In der Premier League soll dieses Modell gängig sein, um Steuern und Sozialabgaben einzusparen. Ein Teil der Spielergehälter wird als Vermarktungsrechte deklariert. Durch Zahlungen an Firmen in Luxemburg oder den Vereinigten Arabischen Emiraten fällt ein deutlich geringerer Steuersatz an als bei den Spitzenlöhnen der Kicker, wodurch sich sowohl die Klubs als auch Spieler eine Menge Geld sparen können.

Aber nicht mit Kante - Der 27-Jährige forderte eine Regelung, wie sie auch im deutschen Fußball Anwendung findet. Die sogenannten "Image Rights" sind im Gehalt inbegriffen. 

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Kante wechselte im Sommer 2016 von Leicester City zu den Blues. Bis es zu einer Einigung zwischen dem Weltmeister und dem FC Chelsea kam, dauerte es allerdings noch fast eineinhalb Jahre. Der Deal: Die Zahlungen für seine Bildrechte gehen nicht an eine Offshore-Firma, sondern an sein Unternehmen in Großbritannien. Dadurch gingen dem Kicker zwar knapp 580.000 Pfund durch die Lappen, aber bis er diese wieder ausgeglichen hatte, wurde ihm eine höhere Beteiligung an Werbedeals zugesprochen.

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